Turrón, eine typisch spanische Weihnachtsleckerei

Turron

So wie bei Aldi, Lidl und Co. in der Vorweihnachtszeit allerorts Lebkuchen, Spekulatius und Christollen präsentiert werden, so findet man bei Padilla, Netto und Hiperdino auf Fuerteventura Tische voller Turrón.

Turrón ist eine aus Mandeln, Honig, Zucker und Eiweiß hergestellte Süßigkeit, die in Spanien traditionell zu Weihnachten verzehrt wird.

Wahrscheinlich stammt es aus dem arabischen Raum und kam mit den Mauren nach Spanien. Erste schriftliche Erwähnungen finden sich im 16. Jahrhundert in den Schriften Lope de Ruedas *1510, † 1565), einem der ersten dramatischen Dichter Spaniens.

Der Zucker als weitere Zutat kam erst im 18. Jahrhundert hinzu, als der Zuckerpreis fiel und auch in der breiten Masse der Bevölkerung nicht mehr ausschließlich Honig zum Süßen verwendet wurde. Zucker aus Zuckerrohr war zwar ab dem 15. Jahrhundert durch dessen weltweiten Anbau auf Plantagen verfügbar, blieb aber ein beliebtes Luxusgut der Reichen und wurde auch als weißes Gold bezeichnet.

Hart oder weich, eine Frage der Vorliebe

Das klassische Turrón gibt es in zwei Varianten. Im Turrón de Alicante, dem harten Turrón sind ganze Mandeln von einer harten Zucker-Ei-Mischung umgeben. Im weichen Turrón, dem Turrón de Jijona, dessen Konsistenz eher dem Marzipan ähnelt, werden gemahlene Mandeln zu einer leicht fettigen, weichen Masse verarbeitet. Inzwischen gibt es neben diesen klassischen Formen auch Turrón de Chocolate, Turrón de Yema (ist kräftig gelb und mit Eigelb zubereitet), Turrón de Coco mit Kokosnuss, Turrón de frutas mit kandierten Früchten oder auch die Variante Nata con nueces, mit Sahne und Walnüssen.

Die Herstellung

Der harte Turrón wird durch Erhitzen von Honig und Zucker unter Zugabe von geschlagenem Eiweiß und ganzen Mandeln hergestellt (siehe Rezept). Auf Oblaten ausgebracht und abgekühlt entsteht dann die harte Köstlichkeit.

Der weiche Turrón wird grundsätzlich genauso hergestellt, aber im Anschluss gemahlen, komplett pulverisiert und dann gemischt bis sich eine Masse von der Konsistenz von Marzipan gebildet hat. Diese lässt man einige Tage reifen. Danach wird die geschnitten und verpackt.

Rezept für Turrón de Alicante

Sie brauchen:

  • 500g miel de romero (Rosmarinhonig)
  • 250g Zucker
  • 1 Eiweiß
  • 750g Mandeln
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • Oblaten

Erhitzen Sie den Honig auf kleiner Hitze solange, bis alles Wasser entwichen ist. Dann geben Sie den Zucker zu und rühren mit einem Holzlöffel bis der Zucker gelöst ist. Vom Herd nehmen.

Schlagen Sie das Eiweiß zu Eischnee und mischen es unter die Honig-Zuckermischung, die Sie dann ununterbrochen 8 bis 12 Minuten mit dem Holzlöffel rühren. Anschließend auf niedriger Flamme erhitzen, bis die Masse anfängt zu karamellisieren (sie färbt sich dann bräunlich). Dann geben Sie die ganzen abgezogenen Mandeln und die abgeriebene Schale der Zitrone hinzu. Gut verrühren, einige Minuten abkühlen lassen und dann etwa daumendick auf die Oblaten ausstreichen.

Nach etwa 2 Stunden ist der Turrón komplett ausgekühlt und sollte dann in luftdicht abgeschlossenen Behältern aufbewahrt werden.

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