Warum man am 28. Dezember in Spanien nicht alles glauben und in Lateinamerika nichts verleihen darf

April-April-29-Dezember

Jeder Deutsche ist am 1. April besonders wachsam und hinterfragt außergewöhnliche Nachrichten besonders gründlich. Schließlich muss man an diesem Tag jederzeit und überall damit rechnen, in den „April geschickt“ zu werden.

Spaniern sind April-Scherze dagegen völlig unbekannt. Daher sollte man sich auch hüten, die deutsche Tradition des „auf´s Glatteis führen“ am 1. April in Spanien fortzuführen.

Dies soll allerdings nicht heißen, dass Spanier humorlos sind und nicht für einen guten Spaß zu haben sind. Doch in Spanien ist der 1. April am 28. Dezember. Dieser Tag ist der „Día de los Santos Inocentes“, also der „Tag der unschuldigen Heiligen“.

Die katholische Kirche gedenkt an diesem Tag des Kindermordes in Bethlehem.

Nach der Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums soll Herodes der Große, König der Juden, angeordnet haben, alle männlichen Kinder bis zu einem Alter von bis zu zwei Jahren zu töten. Damit wollte er sich der Konkurrenz Jesu, eines möglichen Thronanwärters entledigen, der von König David abstammen sollte. Herodes hatte von der Geburt Jesu erfahren, als Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem kamen und fragten: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“ (Mt 2,1-2)

Die meisten Historiker und Herodes-Biografen gehen jedoch davon aus, dass die Geschichte frei erfunden ist und ein Kindermord in dieser Form niemals stattgefunden hat.

Scherze in Spanien und Lateinamerika

Die Tradition, andere am 28. Dezember zu verschaukeln, ist in ganz Spanien und Lateinamerika weit verbreitet.

Auch in spanischen Medien muss man am 28. Dezember damit rechnen, dass sich die Journalisten das eine oder andere Späßchen erlauben. Schließlich ist das nur einmal im Jahr „erlaubt“.

In einigen Ländern Lateinamerikas muss man darauf achten, am „Día de los Santos Inocentes“ nichts zu verleihen. Denn laut Tradition muss das, was am 28. Dezember verliehen wird, nicht zurückgegeben werden.

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