
Der halbstaatliche spanische Flughafenbetreiber AENA hat am 26.02.2026 seine Investitionspläne für den Flughafen Fuerteventura und die übrigen kanarischen Flughäfen im Zeitraum von 2027 bis 2031 vorgestellt.
Insgesamt sollen 1,8 Milliarden Euro auf den Kanaren investiert werden. Davon entfallen 1,245 Milliarden Euro auf „regulierte Investitionen“, also ohne Investitionen im Bereich Einzelhandel und Immobilien.
Ziel: Kanarische Flughäfen fit für die Zukunft machen
Mit den geplanten Investitionen im Rahmen des Regulierungspakets DORA („Documento de Regulación Aeroportuaria“) will die AENA alle acht kanarischen Flughäfen auf das erwartete Verkehrsaufkommen der kommenden Jahrzehnte vorbereiten. Gleichzeitig sollen höchste Sicherheits- und Wartungsstandards, hohe Qualitätskennzahlen für Passagiere und Fluggesellschaften sowie Umweltverträglichkeit, bei weiterhin wettbewerbsfähigen Gebühren, gewährleistet werden. Damit soll die Mobilität gesichert und das wirtschaftliche Wachstum der Inseln unterstützt werden.
153,2 Millionen Euro für den Flughafen auf Fuerteventura
Der Flughafen auf Fuerteventura erhält im Zeitraum 2027 bis 2031 Investitionen in Höhe von insgesamt 153,2 Millionen Euro. Im vorherigen 5-Jahres-Zeitraum 2022 bis 2026 waren es „nur“ 54 Millionen Euro.
Nach Angaben von AENA verfügt der Flughafen auf Fuerteventura aktuell über ausreichende Kapazitäten für weiteres Wachstum. Dennoch sind Anpassungen vorgesehen. Geplant ist unter anderem die Umrüstung des Terminals auf neue Sicherheitskontrollen mit modernster Technologie. Zudem sollen elektromechanische Anlagen erneuert, Fluggastbrücken modernisiert sowie Aufzüge und Rolltreppen ersetzt werden.
Darüber hinaus ist in diesem Zeitraum die Erstellung eines funktionalen Entwurfs vorgesehen, eine Vorphase konkreter Bauprojekte. Dabei wird geprüft, ob künftig weitergehende Maßnahmen erforderlich sind, um rechtzeitig auf steigende Anforderungen reagieren zu können.
Weitere Großprojekte auf den Kanaren
Besonders umfangreiche Umbauten sind an den Flughäfen Teneriffa Süd, Teneriffa Nord und Lanzarote geplant, deren Maßnahmen teilweise über 2031 hinausreichen werden. Auch die Flughäfen Gran Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro erhalten deutlich höhere Investitionen als im Zeitraum 2022 bis 2026.
Moderate Gebührenerhöhung geplant
Zur Finanzierung dieser Investitionsoffensive plant AENA eine durchschnittliche jährliche Erhöhung der Flughafenentgelte um weniger als 30 Cent pro Passagier.
Für Regionalflüge zwischen den Inseln soll die Erhöhung unter 10 Cent liegen.
AENA finanziert sich nicht aus dem Staatshaushalt, sondern refinanziert Investitionen teilweise über die Flughafengebühren und trägt dabei ein finanzielles Risiko, da sich die Erträge über Jahrzehnte verteilen.
Die regulierten Investitionen wurden im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsverfahrens fünf Monate lang mit Fluggesellschaften und Nutzern abgestimmt.
Nach der Genehmigung durch den Verwaltungsrat von AENA wurde das Dokument an die Dirección General de Aviación Civil, DGAC (Generaldirektion für die zivile Luftfahrt) und die Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia, CNMC (Nationale Wettbewerbskommission = spanische Kartellbehörde) übermittelt.
Die endgültige Verabschiedung durch den spanischen Ministerrat soll spätestens im September 2026 erfolgen.
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