
Auf Fuerteventura haben die Gemeinde Pájara und das Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) die Arbeiten zur Beseitigung von Bauschutt an der Costa Calma abgeschlossen. Dabei wurden nach offiziellen Angaben in einer Pressemitteilung der Gemeinde Pájara vom 16.02.2026 rund 800 Tonnen Abfälle aus verschiedenen städtischen Bereichen der Ortschaft entfernt.
Neun Lkw im Einsatz
Die Maßnahme erfolgte über die Abteilung für Parks und Gärten der Gemeinde Pájara. Insgesamt kamen neun Lastwagen mit einer Kapazität von jeweils 16 Tonnen zum Einsatz. Durch die logistische Unterstützung des Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) konnte die Reinigung von Grünflächen und anderen urbanen Bereichen der Ortschaft planmäßig abgeschlossen werden.
Nach Angaben der Gemeinde erstreckten sich die Arbeiten auf unterschiedliche Standorte innerhalb der Costa Calma, an denen sich größere Mengen an Bauschutt angesammelt hatten. Ziel war es, diese Rückstände fachgerecht zu entfernen und die betroffenen Flächen wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen.
Koordination zwischen Gemeinde und Cabildo
Der stellvertretende Bürgermeister und Gemeindetrat für Parks und Gärten, Alexis Alonso, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen. Die Arbeiten seien dank der abgestimmten Koordination und der eingesetzten materiellen Mittel erfolgreich umgesetzt worden. Gleichzeitig kündigte er an, dass auch künftig in verschiedenen urbanen Bereichen der Gemeinde weitergearbeitet werde.
Der Bürgermeister von Pájara, Alejandro Jorge, betonte die Bedeutung der gemeinsam mit dem Cabildo umgesetzten Maßnahme für das Erscheinungsbild der Costa Calma. Wörtlich erklärte er, „Zweifellos ist es unser Ziel, die Maßnahmen weiter auszubauen, um die Ortschaft weiter zu verbessern. Das ist unsere Verpflichtung und wir werden sie erfüllen.“
Die Präsidentin des Cabildo de Fuerteventura, Lola García, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Gemeinden der Insel. Ziel sei es, jeden Winkel Fuerteventuras als gepflegten und nachhaltigen Bereich zu gestalten. Im vorliegenden Fall sei die Unterstützung auf Anfrage der Gemeinde Pájara erfolgt.
Nach Angaben der Präsidentin war das Cabildo über die Fachbereiche für öffentliche Arbeiten und Maschinen sowie über den Bereich Abfallwirtschaft an der Durchführung beteiligt. Durch dieses Zusammenwirken konnten die erforderlichen technischen und organisatorischen Ressourcen bereitgestellt werden.
Bekenntnis zu Umwelt und Nachhaltigkeit
Mit dem Abschluss der Arbeiten bekräftigte die Gemeinde Pájara ihr Engagement für den Schutz der Umwelt und die Förderung nachhaltiger Praktiken. Die Maßnahme diene der Erhaltung natürlicher Ressourcen und der kontinuierlichen Verbesserung der Lebensqualität in der Gemeinde, hieß es in der Pressemitteilung.
Unser Meinung: Bauschutt in erster Linie durch Abrissarbeiten der Gemeinde – der Palmenwald gammelt weiter vor sich hin
Der abgefahrene Bauschutt stammt zu einem großen Teil von Abrissarbeiten in den Grünzonen, besser bekannt als Palmenwald. Musste dieser abgefahren werden? Ganz klar ja. Aber die Worte des Bürgermeisters und auch der Präsidentin der Insel stoßen den Bewohnern und Besuchern der Costa Calma ganz sicher sauer auf. Am Dienstag, 17.02.2026, als diese Arbeiten bereits abgeschlossen waren, sah es nämlich an der nördlichen Einfahrt zur Costa Calma im Bereich des Palmenwaldes aus, als hätte ein Tornado gewütet. Vertrocknete Palmenblätter liegen kreuz und quer verteilt, alles sieht trocken und trostlos aus. Regelmäßig fallen große Palmenblätter auch auf die Fahrbahn und gefährden den Verkehr.
Die „Ortschaft zu verbessern“ und „jeden Winkel in einen gepflegten und nachhaltigen Bereich“ zu verwandeln ist genau das, was Bewohner und Besucher der Costa Calma für den emblematischen Palmenwald seit Jahren fordern. Aber auch von der Inselregierung kommt keinerlei Hilfe. Die Palmen auf der Zufahrt nach Gran Tarajal hatte man in einer groß angekündigten Cabildo-Aktion geschnitten und gepflegt. Das Stiefkind Costa Calma hingegen ist leer ausgegangen.
Zur Palmenpflegeaktion der Zufahrt von Gran Tarajal hieß es, die Maßnahmen sollten die Verkehrssicherheit durch Pflege und Kontrolle der Palmen, die dicht an der Straße stehen, verbessern. Der Vizepräsident des Cabildo, Blas Acosta hatte verlauten lassen, dass sich eine gepflegte Begrünung positiv auf das Lebensgefühl der Bürgerinnen und Bürger auswirke und zugleich einen guten Eindruck bei den Besuchern mache. An der Costa Calma, wo es bekanntermaßen jede Menge Hotels gibt, ist das ja offensichtlich nicht so nötig, könnte man jetzt schlussfolgern.
Die Gemeinde Pájara hatte im November 2024 vollmundig angekündigt, dass über eine Millionen Euro im Haushalt 2025 für den Palmenwald zur Verfügung stünde. Eine echte Verbesserung für den vernachlässigten Palmenwald gab es im ganzen Jahr 2025 nicht.
Was muss denn passieren, damit die Verantwortlichen endlich zu ihren Worten stehen und auch echte Taten folgen lassen?
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