13 Festnahmen bei Razzia gegen organisierte Drogenbande auf Fuerteventura

Festnahme-Razzia-Puerto-del-Rosario

Beamte der spanischen Nationalpolizei (Policía Nacional) haben bei einer Razzia auf Fuerteventura eine mutmaßliche kriminelle Organisation zerschlagen und 13 Personen festgenommen. Nach Erkenntnissen der Ermittler war die Bande im Drogenhandel aktiv und verübte darüber hinaus weitere Straftaten

Die Ermittlungen wurden vom Drogendezernat der Polizeiwache in Puerto del Rosario geführt. Die Beamten identifizierten eine kriminelle Struktur, die sich in der Hauptstadt der Insel etabliert hatte und mit der Distribution von Drogen sowie weiteren illegalen Aktivitäten in Verbindung stand.

Vorwürfe gegen die Festgenommenen

Nach Angaben der Policía Nacional werden den Festgenommenen jeweils mehrere Straftaten mit unterschiedlichem Grad der Beteiligung zur Last gelegt.

Dazu gehören die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Drogenhandel, Freiheitsberaubung, Erpressung sowie verschiedene Eigentumsdelikte. Zu diesen zählen unter anderem Einbrüche, Diebstähle und Hehlerei.

Die Polizeiaktion gipfelte in der gleichzeitigen Durchsuchung von zwei Immobilien, die von der Organisation als Logistikstützpunkte und Verkaufsstellen für Drogen genutzt wurden. Eines der Objekte war eine zu Wohnzwecken umgebaute Garage.

Sicherstellungen bei Durchsuchungen

Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten insgesamt 33 Gramm Kokain und 30 Gramm Crack sicher, die bereits für den Verkauf vorbereitet waren. Außerdem beschlagnahmten die Ermittler 2.140 Euro Bargeld, sechs Präzisionswaagen, zwei Baseballschläger, Funkgeräte sowie verschiedene Materialien zur Herstellung und Verarbeitung von Betäubungsmitteln.

Ausnutzung besonders vulnerabler Personen

Die Ermittlungen ergaben zudem, dass die Organisation ein System zur Ausnutzung von drogenabhängigen Personen in besonders vulneratblen Lebenssituationen einsetzte. Diese Menschen wurden nach Angaben der Polizei mutmaßlich eingesetzt, um als Wachposten zu fungieren, Drogen zu transportieren oder neue Kunden anzuwerben.

Darüber hinaus sollen einige der Betroffenen gezwungen worden sein, Diebstähle und Einbrüche zu begehen, um Schulden zu begleichen, die durch ihren eigenen Drogenkonsum innerhalb der kriminellen Struktur entstanden waren.

Mehr Eigentumsdelikte in der Umgebung

Nach Erkenntnissen der Ermittler führte die Aktivität des Netzwerks zu einem Anstieg von Eigentumsdelikten in der Umgebung. Besonders häufig kam es zu Diebstählen aus Fahrzeugen, Ladendiebstählen sowie Diebstählen in nahe gelegenen Gewerbegebieten.

Die Entwicklung sorgte bei Anwohnern und Geschäftsinhabern in der Umgebung für zunehmende Besorgnis. Mehrere Betroffene wandten sich mit Beschwerden über die steigende Zahl solcher Straftaten an die Behörden.

Während der Ermittlungen dokumentierten die Beamten außerdem mehrere Fälle, in denen Schulden unter Androhung von Gewalt eingetrieben wurden. In einigen Situationen wurden Opfer sogar zu Bankfilialen gebracht und gezwungen, Bargeld abzuheben.

Beteiligung der Gemeindepolizei

An dem Polizeieinsatz beteiligte sich auch die Gemeindepolizei (Policía Local) von Puerto del Rosario. Die Beamten versiegelten die von der Organisation genutzten Räume.

Die 13 Festgenommenen wurden am 12.03.2026 und am 13.03.2026 der zuständigen Justizbehörde überstellt. Das Gericht ordnete für drei der Beschuldigten Untersuchungshaft an, da sie mutmaßlich an einer Freiheitsberaubung beteiligt gewesen sein sollen.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Weitere Festnahmen und Anordnungen von Untersuchungshaft sind möglich.

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