Fuerteventura sperrt Wanderwege zum Schutz brütender Vögel

Wanderwege-geschlossen-Brutzeit

Die Abteilung für Umwelt der Inselregierung von Fuerteventura (Cabildo) mehrere Abschnitte von Wanderwegen auf Fuerteventura vorübergehend gesperrt. Ziel der Sperrungen ist es, geschützte Vogelarten während ihrer Brutzeit zu schützen und ihre ungestörte Fortpflanzung zu gewährleisten.

Die Sperrungen gehören zu den üblichen Vorsorgemaßnahmen während der für die Tiere äußerst kritischen Brutzeit. In dieser Zeit reagieren viele Vogelarten besonders empfindlich auf Störungen in ihrem Lebensraum. Selbst scheinbar harmlose Aktivitäten wie Wandern oder Fahrradfahren können die Ruhe in den Brutgebieten beeinträchtigen. Solche Störungen können dazu führen, dass Vögel ihre Nester verlassen, Eier verloren gehen oder frisch geschlüpfte Jungvögel sterben.

Betroffene Gebiete auf Fuerteventura

Die gesperrten Abschnitte befinden sich hauptsächlich in Vogelschutzgebieten. Zu den betroffenen Orten gehören der Barranco Tinojay, die Caldera de Gairía, die Caldera de Los Arrabales, die Montaña de Escanfraga, Goroy, die Montaña de La Muda sowie Punta Caletones. In diesen Gebieten leben mehrere geschützte Greifvogelarten, die zu den charakteristischsten Vogelarten auf Fuerteventura zählen.

Eine Übersicht über die betroffenen Wege und ihre genaue Lage stellt das Cabildo de Fuerteventura hier auf seiner Webseite bereit.

Brutzeit zwischen Februar und Juli

Die sensibelste Phase für die meisten landlebenden Vogelarten auf Fuerteventura erstreckt sich vom 15. Februar 2026 bis zum 31. Juli 2026. In diesem Zeitraum brüten viele Arten und ziehen ihre Jungen auf. Nach Angaben der Umweltbehörde des Cabil handelt es sich bei den Sperrungen nicht um eine neue Maßnahme. Sie wurden bereits in früheren Jahren angewendet und können bei Bedarf auch auf weitere Gebiete ausgeweitet werden, wenn neue Brutreviere entdeckt werden.

Die Dauer der Brutzeit sowie die genutzten Brutgebiete können je nach Vogelart und äußeren Faktoren variieren. Auch klimatische Bedingungen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Geldstrafen bei Missachtung der Sperrungen

Die Umweltabteilung weist darauf hin, dass Personen, die die Beschilderung ignorieren und gesperrte Wege nutzen, mit Bußgeldern rechnen müssen. Diese können laut Gesetz über das Naturerbe und die Biodiversität (Ley 42/2007 del Patrimonio Natural y de la Biodiversidad) Geldbußen von bis zu 600 Euro nach sich ziehen. In Fällen, in denen schwere Schäden an der Biodiversität entstehen, können sogar Strafen von bis zu 200.000 Euro verhängt werden.

Das Einhalten der Sperrungen trägt nicht nur zum Schutz der Vögel in einer entscheidenden Phase ihres Lebenszyklus bei. Es hilft auch, die biologische Vielfalt und das ökologische Gleichgewicht der Lebensräume zu bewahren, die Fuerteventura zu einem einzigartigen Naturraum machen.

Umweltbewusstsein auf Fuerteventura wächst

Die Consejería de Medio Ambiente, die von Regierungsrat Carlos Rodríguez im Cabildo geleitet wird, hebt hervor, dass das Umweltbewusstsein auf Fuerteventura in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Bildungsmaßnahmen, präventive Schutzmaßnahmen, die Beteiligung der Bevölkerung, die Unterstützung durch Medien sowie die Rolle sozialer Netzwerke hätten dazu beigetragen, dass sich immer mehr Menschen auf Fuerteventura für den Schutz der Natur einsetzen.

Gleichzeitig hat der Umweltdienst in den letzten Monaten beobachtet, dass in sozialen Netzwerken zunehmend Wanderwege und Aktivitäten in nicht zugelassenen Gebieten verbreitet werden. Solche Veröffentlichungen wirken oft harmlos, können jedoch negative Auswirkungen auf die Natur haben, da sie Menschen dazu ermutigen, nicht offizielle Routen zu nutzen oder Aktivitäten auszuüben, die nicht erlaubt sind. Dadurch können sowohl geschützte Naturräume gefährdet als auch die Sicherheit der Besucher beeinträchtigt werden.

Vor jeder Aktivität Informationen einholen

Die Umweltabteilung empfiehlt daher, sich vor jeder Aktivität in der Natur umfassend zu informieren, unabhängig davon, ob es sich um Wanderungen, Radtouren oder andere Freizeitaktivitäten im Freien handelt. Offizielle Informationsquellen, Hinweistafeln vor Ort sowie die Kanäle der Consejería de Medio Ambiente geben Auskunft darüber, welche Wege geöffnet sind, welche Aktivitäten erlaubt sind und welche Empfehlungen beachtet werden sollten.

Auch die offizielle Wanderwegkarte der Insel, Topoguía Fuerteventura 2024, steht online zur Verfügung und bietet einen Überblick über das zugelassene Wegenetz auf Fuerteventura.

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