Fuerteventuras Rettungshubschrauber fliegt ersten Einsatz 1 Stunde nach Präsentation

Hubschrauber-Fuerteventura-erster-Einsatz

Am Morgen des 23. März 2026 wurde der neue auf Fuerteventura stationierte Rettungshubschrauber des Kanarischen Notfalldienstes (Servicio de Urgencias Canario / SUC) der Öffentlichkeit präsentiert. Wie wichtig dieses moderne Fluggerät für die medizinischen Notfallversorgung auf Fuerteventura ist, sollte sich sehr bald zeigen.

Denn gerade einmal eine Stunde nach seiner offiziellen Präsentation absolvierte der Hubschrauber seinen ersten Einsatz. Ein schwer erkrankter Patienten aus dem Süden der Insel musste dringend ins Allgemeine Krankenhaus von Fuerteventura transportiert werden und der im Süden stationierte Notarztwagen war gerade schon anderweitig im Einsatz.

Um 10.15 Uhr erhielt der medizinische Koordinator des SUC einen Anruf aus dem Centro Médico in Jandía. Dort wurde der Transport eines 68 Jahre alten Mannes zum Hospital General de Fuerteventura angefordert, da ein gesundheitliches Problem eine dringende spezialisierte Behandlung erforderlich machte.

Da der im im Süden von Fuerteventura stationierte Notarztwagen zu diesem Zeitpunkt bereits einen anderen schwer erkrankten Patienten zum Krankenhaus transportierte, entschied der diensthabende Koordinator in der Notrufzentrale, den neuen medizinisch ausgestatteten Hubschrauber zu aktivieren.

Dieser Hubschrauber ist einer von insgesamt drei neuen Fluggeräten, das im Rahmen des neuen Vertrags des SUC in Dienst gestellt wurde. Wie die bereits auf Gran Canaria und Teneriffa stationierten Maschinen kommt auch dieser Hubschrauber auf allen Inseln des Archipels zum Einsatz. Aufgrund seiner strategischen Lage auf Fuerteventura wird er insbesondere die Inseln der östlichen Provinz zusätzlich unterstützen.

Flug mit medizinischem Team aus Las Palmas

Die Flugbesatzung bei diesem ersten Einsatz bestand aus Kommandant und Copilot. Das medizinische Team setzte sich beim ersten Einsatz aus der Ärztin und Koordinationsverantwortlichen des SUC in Las Palmas, Noelia Almeida, sowie dem Krankenpfleger und Ressourcenverantwortlichen des SUC in Las Palmas, Carlos Quintana, zusammen. Beide befanden sich nach der Präsentation des neuen Hubschraubers noch im Krankenhaus, als der Alarm einging.

Nach Eingang der Alarmierung begab sich die gesamte Besatzung zur Maschine, um den Patienten während des Fluges medizinisch zu versorgen und anschließend in das Hospital General de Fuerteventura zu evakuieren. Dort wurde der Patient in stabilem Zustand eingeliefert, obwohl sein Gesundheitszustand weiterhin als ernst galt.

Zweiter Einsatz führte nach El Hierro

Noch am selben Tag kam der Hubschrauber erneut zum Einsatz. Um 21.00 Uhr wurde das Luftrettungsmittel erneut aktiviert. In diesem Fall bestand das medizinische Team aus dem Arzt Javier Ruiz und der Krankenpflegerin Laura Saavedra. Zusammen mit weiteren 14 Fachkräften des Hospital General de Fuerteventura bilden sie das medizinische Personal, das auf diesem Hubschrauber eingesetzt wird.

Bei diesem Einsatz transportierte die Maschine eine schwerkranke Patientin vom Hospital Nuestra Señora de Los Reyes auf El Hierro zum Hospital Universitario Nuestra Señora de la Candelaria auf Teneriffa.

Wichtiger Bestandteil der Notfallversorgung auf den Kanaren

Die medizinisch ausgestatteten Hubschrauber des Servicio de Urgencias Canario sind praktisch fliegende Intesivstationen und werden eingesetzt, um Patienten mit schweren Erkrankungen oder Unfallverletzungen zu versorgen und zwischen Krankenhäusern unterschiedlicher Versorgungsstufen zu transportieren. Zudem kommen sie bei dringenden Evakuierungen aus abgelegenen oder schwer zugänglichen Gebieten zum Einsatz.

Aufgrund der geografischen Besonderheiten der Kanarischen Inseln, die durch ihre Insellage stark voneinander getrennt sind, gilt die Luftrettung als unverzichtbarer Bestandteil der außerklinischen Notfallversorgung.

Die drei Hubschrauber sind an 365 Tagen im Jahr im Einsatz und werden von den medizinischen Koordinatoren des SUC aus der Notrufzentrale aktiviert. Dabei spielt es keine Rolle, auf welcher Insel sich die jeweilige Basis befindet, Teneriffa, Gran Canaria oder Fuerteventura. Entscheidend sind stets die aktuelle Verfügbarkeit der Maschine und die schnellstmögliche Reaktionszeit für den jeweiligen Einsatz.

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