
Die Guardia Civil des Hauptpostens Morro Jable im Süden von Fuerteventura hat im Rahmen der Operation „JEFUIRE“ zwei Personen festgenommen und ermittelt gegen zwei weitere denen eine Serie von insgesamt zehn Diebstählen sowie die unrechtmäßige Aneignung eines Fahrzeugs zur Last gelegt werde.
Nach Angaben der Guardia Civil handelt es sich um eine Gruppe, die sich auf Taschendiebstähle spezialisiert hatte und abwechselnd in Touristengebieten auf verschieden Kanarischen Inseln agierte.
Ermittlungen nach Zunahme von Anzeigen in Pájara
Die Ermittlungen begannen Mitte Februar 2026, nachdem die Zahl von Anzeigen in der Gemeinde Pájara deutlich zugenommen hatten. Die Beamten stellten schnell ein Muster fest. Mehrere Diebstähle ereigneten sich sowohl im Inneren von Fahrzeugen als auch durch Taschendiebstahl in stark frequentierten Bereichen.
Die Täter suchten sich vor allem ältere Touristen als Opfer aus, weil sie mit dieser Zielgruppe besonders leichtes Spiel hatten.
Die Methode „la muleta“
Die Täter verwendeten eine als „Abdecktrick“ bekannte Technik, auf Spanisch „la muleta“. Dabei verdecken Diebe ihre Hand mit einem Kleidungsstück, einer Zeitung oder einem anderen Gegenstand. Anschließend nähern sie sich den Touristen von hinten und öffnen unbemerkt Rucksäcke oder Handtaschen, um Geldbörsen oder andere Wertgegenstände zu stehlen, ohne dass das Opfer eine Berührung bemerkt.
Diese Methode gilt als besonders schwer zu erkennen, da sie häufig in Menschenmengen eingesetzt wird und die Opfer erst später bemerken, dass sie bestohlen wurden.
Manipulation von Mietwagen
Neben der Technik „la muleta“ nutzte die Gruppe auch eine weitere Methode, um Gegenstände aus Mietwagen zu stehlen, ohne Türen aufzubrechen. Die Täter beobachteten Parkplätze in Touristengebieten und warteten auf ankommende Fahrzeuge.
Während die Insassen ausstiegen, öffnete einer der Täter unauffällig eine hintere Tür oder den Kofferraum leicht. Wenn der Fahrer anschließend das Fahrzeug mit der Fernbedienung abschloss, erkannte das Sicherheitssystem eine offene Tür. Dadurch wurde die Zentralverriegelung nicht aktiviert, obwohl der Fahrer davon ausging, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß verschlossen war.
Nachdem sich die Touristen entfernt hatten, konnten die Täter problemlos in das Fahrzeug gelangen und dort Geldbörsen, Taschen und andere Wertgegenstände entwenden.
Festnahme am 18. Februar 2026
Die Beamten des Hauptpostens von Morro Jable führten umfangreiche Ermittlungen durch, da die Serie von Diebstählen sowohl im Tourismussektor der Gemeinde Pájara als auch auf Fuerteventura insgesamt zu erheblicher Besorgnis führte.
Daraufhin wurden verdeckte Überwachungen sowie operative Maßnahmen auf öffentlichen Straßen eingerichtet. Am 18. Februar 2026 konnte eine Streife nach einem weiteren Diebstahl in Morro Jable einen Mann und eine Frau festnehmen. Beide waren bereits wegen ähnlicher Straftaten polizeibekannt.
Weitere Ermittlungen laufen
Neben den Diebstählen wird den Beschuldigten auch Unterschlagung vorgeworfen. Die Ermittler stellten fest, dass die Täter ein Mietfahrzeug nutzten, das nach Ablauf des Mietvertrags nicht zurückgegeben worden war und mit dem sie sich fortbewegten, um ihre Straftaten zu begehen.
Die Festgenommenen wurden der Justiz übergeben. Die Ermittlungsakten wurden dem Bereitschaftsgericht in Puerto del Rosario vorgelegt.
Die Guardia Civil setzt ihre Ermittlungen fort, um gestohlene Gegenstände wiederzufinden und mögliche weitere Mittäter zu identifizieren.
Weitere Festnahmen im Zusammenhang mit der Operation „JEFUIRE“ werden daher nicht ausgeschlossen.
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