
Mitte Januar 2026 hatte die Fuerteventurazeitung bereits über die Pläne der Inselregierung über eine mögliche Einführung von „Eintrittsgeldern“ für die Insel Lobos und den Strand von Cofete berichtet. Passiert ist seitdem scheinbar nichts.
Die Partei Oppositionspartei „Nueva Canarias“ im Cabildo de Fuerteventura hat am Freitag, 28.03.2026, im Plenum gefordert, dass die Inselregierung kurzfristig eine Entscheidungen zur Einführung von Tourismusabgaben für den Zugang zu Naturgebieten wie der „Islote de Lobos“ und Cofete trifft.
Nach Angaben der Partei zielt ihr Antrag darauf ab, die Umsetzung dieser Maßnahme nicht weiter zu verschieben, sondern konkrete Schritte einzuleiten. Hintergrund ist nach Darstellung der Partei der zunehmende Druck auf Naturgebiete, die als besonders empfindlich gelten.
Die Inselrätin von Nueva Canarias im Cabildo, Sonia Álamo, bekräftigte die Notwendigkeit, eine Tourismusabgabe einzuführen. Nach Vorstellung der Partei soll diese Abgabe nicht für Einwohner der Kanarischen Inseln gelten. Gleichzeitig solle sie helfen, den menschlichen Druck auf Gebiete mit hohem ökologischen und kulturellen Wert zu verringern.
Einnahmen sollen Folgen des Tourismus abmildern
Nach Darstellung von Nueva Canarias soll der Vorschlag dazu beitragen, dass ein Teil der durch den Tourismus erzeugten Einnahmen dazu verwendet wird, die Auswirkungen auf das Gebiet auszugleichen. Zugleich sollen Instrumente geschaffen werden, um den Zugang besser zu ordnen und den Besucherandrang in besonders sensiblen Zonen zu begrenzen.
Die Partei erinnert außerdem daran, dass die Präsidentin des Cabildo von Fuerteventura, Lola García, bereits in öffentlichen Erklärungen auf diese Möglichkeit hingewiesen hatte. Sowohl im September 2025 als auch während der Tourismusmesse Fitur 2026 (Feria Internacional de Turismo) im Januar 2026 hatte sie erklärt, dass im Sommer 2026 eine Abgabe für den Zugang zu bestimmten geschützten Naturgebieten eingeführt werden könnte.
Nach Angaben von Nueva Canarias haben sich diese Ankündigungen bislang jedoch nicht in konkreten Maßnahmen, einem festgelegten Zeitplan oder politischen Entscheidungen niedergeschlagen.
Unterschiedliche Positionen zur Tourismusabgabe
Die Partei weist außerdem darauf hin, dass es auf Fuerteventura insgesamt 13 geschützte Naturgebiete (espacios naturales protegidos) gibt, die rund 50 Prozent der Inselfläche umfassen. Gerade deshalb sei ein wirksames Management der Besucherströme besonders wichtig.
Gleichzeitig warnt Nueva Canarias, dass die Vermarktung der Insel als Ausweichziel angesichts der Situation in anderen Urlaubsdestinationen zu einem zusätzlichen Anstieg der Besucherzahlen führen könnte. Dies würde den Druck auf empfindliche Orte wie Lobos oder Cofete weiter erhöhen.
In diesem Zusammenhang sieht die Partei auch unterschiedliche Positionen innerhalb der Partei Coalición Canaria auf verschiedenen politischen Ebenen. Dazu erklärte Nueva Canarias: „In La Oliva sagt sie „Ja“, im Cabildo J“a, aber Nein“, und im kanarischen Parlament schließt sie sich letztlich dem Nein von PP und Vox an.“
Sonia Álamo betonte, dass es notwendig sei, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. „Man kann nicht weiterhin Schutz versprechen, während die Instrumente, die ihn ermöglichen sollen, immer wieder verschoben werden“, erklärte sie.
Nach Auffassung von Nueva Canarias sei die Einführung einer speziellen Abgabe für besonders empfindliche Naturgebiete ein Instrument, um die Nutzung besser zu ordnen und gleichzeitig zum Schutz des Territoriums auf Fuerteventura beizutragen.
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