
Sturmtief Therese sorgt auf Fuerteventura für erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Leben. Das Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) hat am Mittags des 19.03.2026 den Insel-Notfallplan, Plan Insular de Emergencias de Fuerteventura, PEIN, aktiviert.
Die Aktivierung erfolgte per Dekret der Präsidentin des Cabildo und gilt ab 15.00 Uhr. Der PEIN ist der offizielle Notfallplan der Insel, der bei größeren Gefahrenlagen wie Unwettern, Bränden oder anderen Krisen greift. Er dient dazu, alle verfügbaren Einsatzkräfte und Ressourcen zu koordinieren und schnelle Entscheidungen zum Schutz der Bevölkerung zu ermöglichen.
Im Rahmen des PEIN wurde ein Technischer Einsatzleiter ernannt, der die Maßnahmen koordiniert. Zudem werden alle notwendigen Mittel mobilisiert und die Zusammenarbeit mit den Notdiensten, einschließlich der Notrufzentrale CECOES 112, verstärkt.
Als erste Maßnahme wurden alle vom Cabildo organisierten Aktivitäten im Freien abgesagt. Außerdem wurden Sportanlagen, sowohl in Hallen als auch im Freien, geschlossen. Andere Dienstleistungen laufen weiterhin normal.
Gemeinden sagen Veranstaltungen ab
Mehrere Gemeinden hatten selbst bereits vor der Aktivierung des PEIN Maßnahmen ergriffen, um auf die angekündigten Wetterbedingungen mit starkem Wind, Regen und hohen Wellen zu reagieren.
Die Gemeinde Pájara teilte am 19.03.2026 mit, dass sämtliche Veranstaltungen des Karnevals in Morro Jable für den 19.03.2026 und den 20.03.2026 abgesagt werden. Betroffen sind unter anderem die Wahl der Karnevalskönigin, ein Umzug durch die Fußgängerzonen zwischen Nuestra Señora del Carmen und Diputado Velázquez Cabrera, ein Treffen der Comparsas sowie eine Abendveranstaltung mit den Orchestern Wamampy aus La Gomera und La Sabrosa.
In Morro Jable hat die Gemeindepolizei die Uferpromenade mit Flatterband abgesperrt. Die Höhlen von Ajuy sind ebenfalls gesperrt.
Die für den 22.03.2026 geplanten Veranstaltungen, darunter der große Karnevalsumzug und eine Party, sollen nach aktuellem Stand stattfinden, Änderungen werden über offizielle Kanäle bekannt gegeben.
Auch die Gemeinde Antigua hat reagiert. Seit dem 19.03.2026 sind dort sämtliche kommunalen Aktivitäten bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Entscheidung betrifft sowohl Veranstaltungen in öffentlichen Gebäuden als auch Aktivitäten im Freien.
La Oliva hatte sich ebenfalls bereits dazu entschlossen, sämtliche kommunalen Veranstaltungen abzusagen und Sportstätten etc zu schließen.
Die Maßnahmen erfolgten auf Grundlage von Warnungen und Vorwarnungen der kanarischen Regierung über die Dirección General de Emergencias sowie der staatlichen Wetterbehörde Agencia Estatal de Meteorología. Erwartet werden starker Wind, intensiver Regen und hoher Seegang.
Schulen und Alltag betroffen
Nach Angaben der Schulbehörde bleibt der Unterricht auf Fuerteventura am 19.03.2026 zunächst weiterhin in Präsenz bestehen. Für den 20.03.2026 wurde jedoch für alle Kanarischen Inseln, also auch auf Fuerteventura, der Unterricht vollständig auf Onlinebetrieb umgestellt. Ziel ist es, unnötige Wege zu vermeiden und die Sicherheit von Schülern und Lehrkräften zu gewährleisten.
Besondere Vorsicht an den Küsten
Die Behörden rufen insbesondere zur Vorsicht an den Küsten von Fuerteventura auf. Für den 19.03.2026 werden Wellenhöhen von bis zu fünf Metern erwartet. In Verbindung mit starkem Wind können an exponierten Küstenabschnitten gefährliche Situationen entstehen. Am 20.03.2026 sollen die Auswirkungen von Therese auf Fuerteventura noch stärker zu spüren sein.
Es wird dringend empfohlen, Küstenbereiche zu meiden, sich nicht auf Felsen oder in unmittelbarer Nähe der Brandung aufzuhalten und auf Warnhinweise zu achten. Auch das Baden im Meer gilt als gefährlich.
Bereits berichtet wurde, dass seit 12.00 Uhr am 19.03.2026 der Betrieb der Häfen in Puerto del Rosario auf Fuerteventura und auf Lanzarote zeitweise eingestellt wurde.
Verhaltensempfehlungen
Experten raten dazu, Aufenthalte im Freien auf das Notwendige zu beschränken und unnötige Fahrten zu vermeiden. Zudem sollten Dächer, Terrassen, Wasserbehälter und Abflüsse überprüft werden, um Schäden durch Wind und Regen vorzubeugen.
Beim Autofahren wird zu besonderer Vorsicht geraten, insbesondere bei Nacht und in Bereichen mit möglicher Überflutung. Fahrzeuge sollten nicht in gefährdeten Zonen, etwa in Barrancos oder in deren Nähe, abgestellt werden.
Im Notfall ist auf Fuerteventura die Notrufnummer 112 zu wählen. Über diese Nummer werden Polizei, Feuerwehr und medizinische Hilfe koordiniert. Der Notruf ist neben Spanisch auch auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch erreichbar.
Lage bleibt angespannt
Die Wetterlage auf den Kanarischen Inseln bleibt laut Prognosen weiterhin instabil. Neben starken Winden und hohem Seegang werden auch kräftige Niederschläge erwartet. Auf Teneriffa und La Palma kam es in höheren Lagen in der Nacht zu Donnerstag zu Schneefall. Auf den westlichen Inseln wurden bereits erste wetterbedingte Zwischenfälle gemeldet, ausgelöst vor allem durch starken Wind.
Auf Fuerteventura werden die stärksten Auswirkungen von Therese zum 20.03.2026 erwartet. Die Behörden betonen, dass alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
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