Gemeinde Puerto del Rosario warnt vor irreführender Werbung für Tinyhäuser auf Fuerteventura

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Die Gemeinde Puerto del Rosario auf Fuerteventura hat die Bevölkerung vor einer zunehmenden Zahl von Anzeigen und kommerziellen Angeboten gewarnt, die modulare Wohnhäuser, Container oder Fertighäuser oder sogenannte Tinyhäuser als schnelle und günstige Wohnlösung bewerben. Nach Angaben der Gemeinde vermitteln viele dieser Angebote eine Botschaft, die nicht mit der geltenden Rechtslage übereinstimmt.

Das Rathaus betont, dass solche Konstruktionen, sobald sie zu Wohnzwecken genutzt werden, rechtlich als Wohnungen gelten. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchen Materialien sie bestehen oder in welchem Format sie errichtet werden. Aus diesem Grund müssen sie sämtliche Vorschriften des Flächennutzungsplans der Gemeinde Puerto del Rosario erfüllen sowie alle geltenden städtebaulichen Vorschriften einhalten.

Wohnnutzung auf ländlichem Boden nicht erlaubt

Die Gemeinde erinnert in diesem Zusammenhang an mehrere zentrale Punkte der geltenden Rechtslage. So ist eine Nutzung zu Wohnzwecken auf sogenanntem „suelo rústico“ („ländlichem Boden“) grundsätzlich nicht erlaubt. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um Holzhäuser, Container oder vorgefertigte Konstruktionen handelt.

Ebenso weist die Gemeinde darauf hin, dass es keinerlei rechtliche Lücke gibt, die das Aufstellen solcher Wohngebäude ohne entsprechende Genehmigung erlauben würde. Auch die Bezeichnung als „mobil“ entbindet nicht von der Pflicht, sämtliche städtebaulichen Vorschriften einzuhalten.

Gemeinde leitet Verfahren und verhängt Sanktionen ein

Angesichts der zunehmenden Zahl solcher Fälle hat die Gemeinde Puerto del Rosario nach eigenen Angaben bereits mehrere Verfahren wegen Verstößen gegen die städtebauliche Ordnung eingeleitet. Diese Verfahren können zu erheblichen wirtschaftlichen Sanktionen führen. Möglich sind Geldstrafen, Anordnungen zum Abbau der installierten Konstruktionen sowie die spätere Unmöglichkeit einer Legalisierung der Anlagen.

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung investieren derzeit zahlreiche Einwohner Geld in solche Wohnlösungen, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgehen. Dies führe häufig zu finanziellen Schäden, die durch eine vorherige Information über die tatsächliche Rechtslage vermeidbar gewesen wären.

Gemeinde empfiehlt Beratung vor dem Kauf

Die Gemeinde Puerto del Rosario betont deshalb erneut, dass der einzige legale Weg zur Errichtung eines Wohnhauses darin besteht, alle städtebaulichen Anforderungen zu erfüllen. Dazu gehört insbesondere die korrekte Klassifizierung des Grundstücks, die vorherige Erteilung einer Baugenehmigung bei der Gemeinde sowie die Einhaltung aller technischen Bauvorschriften.

Bürger, die den Kauf oder die Installation eines modularen Hauses oder einer ähnlichen Konstruktion in Erwägung ziehen, sollten sich nach Empfehlung der Gemeinde vorab in der kommunalen technischen Abteilung („Oficina Técnica Municipal“) informieren. Dort könne geprüft werden, ob ein solches Vorhaben rechtlich überhaupt zulässig ist.

Mit dieser Warnung bekräftigt die Gemeinde Puerto del Rosario ihren Anspruch, die Einhaltung der städtebaulichen Planung sicherzustellen und die Einwohner der Gemeinde vor Praktiken zu schützen, die schwerwiegende rechtliche und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen können.

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