Wachmann klaut Kupfer aus von ihm bewachter Strominfrastruktur auf Fuerteventura und Gran Canaria

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Die Preise für Rohstoffe wie Kupfer befinden sich im Höhenflug. Folglich steht das rote Metall auch bei Dieben auf Fuerteventura hoch im Kurs, denn Kupferkabel lassen sich als Schrott leicht versilbern.

Ein spektakulärer Fall von Kupferdiebstahl auf Fuerteventura und Gran Canaria sorgt zurzeit für Schlagzeilen, zumal die ziemlich dreisten Taten mutmaßlich von einem Mitarbeiter eines Wachdienstes verübt wurden, der die betroffene Strominfrastruktur eigentlich schützen sollte.

Die Guardia Civil von Las Palmas hat nach umfangreichen Untersuchung einen Verdächtigen festgenommen, der mehrere Straftaten gegen das Eigentum in Umspannwerken des spanischen Netzbetreibers Red Eléctrica de España S.A. begangen haben. Zusätzlich wird ihm Urkundenfälschung vorgeworfen. Die Taten ereigneten sich in verschiedenen Gemeinden der Provinz Las Palmas, darunter auch auf Fuerteventura.

Die Ermittlungen begannen mehrere Monate zuvor, nachdem das Unternehmen Anzeige erstattet hatte. Laut Anzeige sei es seit August 2025 zu unbefugten Zutritten in mehreren Umspannwerken gekommen. Betroffen waren Anlagen auf den Inseln Gran Canaria und Fuerteventura. Die wiederholten Vorfälle deuteten laut Guardia Civil auf eine geplante und wiederkehrende kriminelle Aktivität hin.

Kontrollen bei Metallhändlern und Auswertung von Kameras

Nach Eingang der Anzeige begannen aufwendige Ermittlungen. Dazu gehörten systematische Kontrollen bei Schrotthändlern in der gesamten Provinz Las Palmas. Gleichzeitig werteten die Ermittler Aufnahmen von Überwachungskameras aus, um mögliche Hinweise auf den oder die Täter zu erhalten.

Im Verlauf dieser Ermittlungen konnte schließlich der mutmaßliche Täter identifiziert und festgenommen werden. Nach Angaben der Guardia Civil handelt es sich um einen Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens, das als Subunternehmer für den Schutz der Anlagen eingesetzt war.

Der Verdächtige soll seine Zugangsmöglichkeiten zu den Einrichtungen ausgenutzt haben. Ermittlungen zufolge schaltete er zeitweise die Videoüberwachung ab, um Metallteile aus den Anlagen zu entwenden. Diese verkaufte er anschließend an lokale Schrotthändler, um daraus einen finanziellen Gewinn zu erzielen.

Teil des Diebesguts wiedergefunden

Während der Ermittlungen konnte ein Teil des gestohlenen Materials sichergestellt werden. Ein anderer Teil blieb jedoch verschwunden. Nach Angaben der Ermittler war seit den Diebstählen bereits so viel Zeit vergangen, dass das Material im üblichen Verfahren der Abfallbehandlung und des Recyclings verarbeitet worden war.

Der Gesamtwert der entwendeten Gegenstände sowie der verursachten Schäden beläuft sich nach Angaben der Guardia Civil auf 67.795 Euro.

Gefälschte Dokumente zur Verschleierung

Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass der Festgenommene gefälschte Genehmigungen verwendet haben soll. Diese Dokumente trugen den Stempel des Sicherheitsunternehmens, für das er arbeitete. Ziel war es offenbar, die tatsächliche Herkunft des gestohlenen Materials zu verschleiern und den Verkauf an Altmetallhändler zu erleichtern.

Schutz kritischer Infrastruktur

Die begangenen Straftaten betrafen Einrichtungen der Stromversorgung, die als kritische Infrastruktur gelten. Nach Angaben der Guardia Civil könnten derartige Handlungen im Falle von Störungen der Stromversorgung eine erhebliche gesellschaftliche Beunruhigung auslösen.

Durch das Eingreifen der Guardia Civil konnten nach eigenen Angaben schwerwiegendere Folgen verhindert werden. Gleichzeitig betonen die Sicherheitskräfte ihr Engagement für den Schutz öffentlichen Eigentums und die Sicherheit strategischer Infrastrukturen, zu denen auch Anlagen der Stromversorgung auf Fuerteventura gehören.

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