Fuerteventura: Sohn gesteht Tötung seiner Mutter in Corralejo

Katty-Oosterlinck_web

Nach dem Verschwinden einer 55 Jahre alten Belgierin auf Fuerteventura soll nun ihr 22 Jahre alter Sohn gestanden haben, seine Mutter getötet, zerstückelt und die Leichenteile in Müllcontainern entsorgt zu haben. Die Guardia Civil ermittelt wegen des Tötungsdelikts, das sich in Corralejo im Norden der Insel ereignet haben soll.

Mutter seit 03.05.2026 vermisst

Wie die Fuerteventura Zeitung bereits berichtet hatte, handelt es sich bei der Getöteten um Katty Oosterlinck, eine belgische Staatsbürgerin, die seit über zehn Jahren in Corralejo lebte. Nach Angaben ihres Umfelds galt sie als freundlicher und herzlicher Mensch. Am 03.05.2026 hatte sie sich mit einer Freundin getroffen, um gemeinsam den Muttertag zu verbringen. Nach dem Treffen kehrte sie nach Hause zurück.

Kurz danach brach jedoch jeglicher Kontakt ab. Weder ihre Freundin noch ihre Tochter konnten sie telefonisch erreichen. Nachdem mehr als 24 Stunden vergangen waren, meldete die Familie die Frau bei der Guardia Civil als vermisst.

Die Ermittler richteten ihren Verdacht schon früh gegen den Sohn der Frau. Der 22 Jahre alte Mann soll seit längerer Zeit schwere Drogenprobleme gehabt haben. Besonders auffällig war nach Angaben aus dem Umfeld, dass er sich weigerte, an den Suchaktionen nach seiner Mutter teilzunehmen.

Geständnis nach zunehmenden Beweisen

Im Verlauf der Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise gegen den jungen Mann immer weiter. Schließlich gestand er laut Medienberichten die Tat und erklärte den Beamten, wo sich die sterblichen Überreste seiner Mutter befanden.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Sohn noch am 03.05.2026 Werkzeuge wie Sägen und Messer in einem Geschäft gekauft haben. Überwachungskameras des Geschäfts sollen aufgezeichnet haben, wie er die Werkzeuge und Plastiktüten erwarb, die später zum Transport der Leichenteile verwendet worden sein sollen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann seine Mutter nach ihrer Rückkehr in der gemeinsamen Wohnung tötete. Anschließend soll er den Leichnam zerstückelt und in Plastiksäcken zu einem Müllcontainer gebracht haben.

Suche auf der Müllkippe von Zurita

Die Müllsäcke wurden offenbar wenige Stunden später von der Müllabfuhr eingesammelt und zunächst zur Umladestation in Lajares transportiert. Von dort gelangten die Abfälle zur Deponie von Zurita auf Fuerteventura.

Die Guardia Civil beantragte beim Cabildo von Fuerteventura die Genehmigung für die Durchsuchung der Deponie. Am 08.05.2026 wurden dort die ersten Leichenteile entdeckt. Im Verlauf der weiteren Suche fanden die Ermittler schließlich den vollständigen Leichnam sowie die mutmaßlich verwendeten Werkzeuge.

An den Sucharbeiten auf der Deponie waren zahlreiche Beamte beteiligt. Die Ermittlungen der Guardia Civil dauern weiterhin an.

Große Betroffenheit im Umfeld

Freunde und Angehörige reagierten mit großer Bestürzung auf die Tat. In sozialen Netzwerken wurden zahlreiche Nachrichten veröffentlicht, in denen Bekannte ihre Trauer ausdrückten und der Tochter der Getöteten Beistand wünschten.

Zudem wurde bekannt, dass Katty Oosterlinck sich intensiv um Tiere kümmerte und vier Hunde hinterlässt, für die nun ein neues Zuhause gesucht wird. Freunde und Nachbarn riefen dazu auf, die Tiere aufzunehmen.

Der Fall sorgt weit über Fuerteventura hinaus für großes Entsetzen und gehört zu den schwersten Gewaltverbrechen der vergangenen Jahre auf der Insel.

Bestimme den Lohn für unsere Arbeit!

Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link:

6fbced8d4cb74db68d1091bc2d409e2e
https://www.fuerteventurazeitung.de/du-bestimmst-den-lohn-fuer-unsere-arbeit/ banner 300x250 Bestimme den Lohn

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura Nachrichten