
Am 5.05.2026 startet vor dem 6. Provinzgericht von Las Palmas der Prozess gegen 13 Angeklagte wegen der mutmaßlichen Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation, die sich dem Drogenhandel auf Fuerteventura gewidmet haben soll.
Die Ermittlungen wurden vom Untersuchungsgericht Nummer 2 von Puerto del Rosario geführt. Für den Prozess, der in Las Palmas de Gran Canaria geführt wird, sind 15 Verhandlungstermine im Mai und Juni 2026 angesetzt.
Ermittlungen zu Drogenhandel auf Fuerteventura
Laut Anklage der Staatsanwaltschaft sollen die 13 Angeklagten eine kriminelle Organisation gebildet, organisiert und koordiniert haben, die mit erheblich gesundheitsschädigenden Drogen handelte. Die Aktivitäten sollen sich mindestens über den Zeitraum vom 14.02.2018 bis zum 10.01.2019 erstreckt haben.
Zu den einzelnen untersuchten Vorfällen zählt unter anderem die Übergabe von 9,96 Gramm Kokain am 25.05.2018 im Einkaufszentrum Centro Comercial Monte Castillo nahe der Bar Red Lion in Caleta de Fuste durch einen aus der Dominikanischen Republik stammenden Mann.
Sicherstellungen am Flughafen und in Unterkünften
Weitere Vorfälle sollen am Flughafen von Fuerteventura stattgefunden haben. Am 14.10.2018 wurde dort ein Angeklagter venezolanischer Herkunft mit 20 im Körper versteckten Päckchen entdeckt, die insgesamt 238,8 Gramm Kokain enthielten.
Am 10.12.2018 wurde ein weiterer Angeklagter, ebenfalls aus Venezuela, mit 33 Päckchen und 400,46 Gramm derselben Substanz aufgegriffen.
Ein weiterer Fall ereignete sich am 21.09.2018 im Hostal Tamasite in Puerto del Rosario. Dort wurde ein Angeklagter mit 31 Kapseln im Körper kontrolliert, die 482,93 Gramm Kokain enthielten.
Auch eine Übergabe von 20 Päckchen mit 199,89 Gramm Kokain am 14.02.2018 in der Straße Franchy Roca in Puerto del Rosario wird im Anklageschreiben aufgeführt, ebenso wie weitere Übergaben in Wohnungen der Inselhauptstadt.
Hausdurchsuchungen und beschlagnahmte Beweismittel
Am 10.01.2019 fanden Durchsuchungen in Puerto del Rosario, Corralejo und Antigua statt. Dabei wurden verschiedene Mengen Kokain, Bargeld, Präzisionswaagen, Mobiltelefone, Notizen zum Drogenhandel sowie Fahrzeuge sichergestellt.
In einer Wohnung in der Straße Caladoras in Puerto del Rosario wurden 5.085 Euro beschlagnahmt, während in Corralejo 1.210 Euro sowie weitere Geldbeträge in anderen Objekten sichergestellt wurden.
Forderungen der Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft bewertet die Taten als schwere Drogendelikte, Beteiligung an einer kriminellen Organisation sowie Zusammenarbeit mit einer solchen Organisation. Für zehn der Angeklagten fordert sie jeweils neun Jahre Haft wegen Drogenhandels sowie weitere acht Jahre wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation, zusätzlich zu einer Geldstrafe in Höhe von 660.500 Euro.
Für die drei übrigen Angeklagten werden sechs Jahre Haft wegen Drogenhandels sowie drei Jahre wegen Zusammenarbeit mit einer kriminellen Organisation gefordert, verbunden mit Geldstrafen von 85.650 Euro, 43.000 Euro und 71.000 Euro.
Zudem beantragt die Staatsanwaltschaft, dass sechs der Angeklagten ihre Strafen aufgrund der Schwere der Taten vollständig verbüßen müssen. Für drei Angeklagte wird darüber hinaus die Ausweisung aus Spanien nach Verbüßung von fünf Jahren Haft beantragt.
Mögliche Einziehung von Vermögenswerten
Abschließend fordert die Staatsanwaltschaft die endgültige Einziehung der sichergestellten Drogen, Geldbeträge und Gegenstände für den Fall eines rechtskräftigen Schuldspruchs. Damit sollen die wirtschaftlichen Grundlagen der mutmaßlichen kriminellen Organisation dauerhaft entzogen werden.
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