Unwetter „Emilia“ hält Fuerteventura in Alarmbereitschaft

Wellen-La-Pared

Fuerteventura steht seit Freitag, 12.12.2025 unter dem Einfluss des Sturmtiefs Emilia, das weiterhin für unbeständiges und teils gefährliches Wetter sorgt. Der Sicherheits- und Notfalldienst des Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) überwacht die Lage fortlaufend in enger Abstimmung mit dem kanarischen Notrufzentrum (CECOES 112) sowie weiteren beteiligten Behörden. Auch wenn bislang keine schweren Zwischenfälle gemeldet wurden, rufen die Verantwortlichen zur höchsten Vorsicht in den kommenden Stunden auf.

Bisherige Auswirkungen des Sturmtiefs

In mehreren Teilen der Insel kam es bereits zu Einsätzen der Rettungs- und Sicherheitskräfte. Besonders im Zentrum und im Norden von Fuerteventura wurden überflutete Tiefgaragen, herabgefallene Gegenstände auf Fahrbahnen, abgebrochene Äste sowie beschädigte Verkehrsschilder gemeldet. In Puerto del Rosario und Antigua traten zeitweise Stromausfälle auf, die unter anderem auf Blitzeinschläge zurückgeführt wurden. Zudem ereigneten sich Verkehrsunfälle aufgrund nasser Fahrbahnen, schwere Verletzungen wurden jedoch nicht registriert.

Die gemessenen Wetterdaten vom Freitag verdeutlichen die Intensität der Wetterlage. In La Oliva wurden Niederschläge von bis zu 20,2 Millimetern verzeichnet. In Morro Jable erreichten die Windböen Geschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Die tiefste Temperatur wurde in Betancuria mit 10 Grad gemessen.

Aktuelle Wetterlage und Prognose

Nach Angaben der spanischen Wetteragentur AEMET werden für den heutigen Samstag zwei Phasen mit intensiveren Niederschlägen erwartet, eine am Vormittag bis in die frühen Nachmittagsstunden hinein sowie eine weitere am Abend und in der Nacht. Auch Gewitter sind möglich. Die Temperaturen steigen tagsüber kaum über 15 Grad, nachts sinken sie auf Werte um 10 bis 12 Grad.

Die AEMET hat für Fuerteventura für Samstag weiterhin die orange Warnstufe für Küstenphänomene ausgerufen. Die Warnstufen für Regen, Wind und Gewitter stuft die AEMET als gelb ein.

Am Sonntag lockert das Wetter zeitweise auf, dennoch bleibt die Wahrscheinlichkeit für Regen erhöht, insbesondere am Nachmittag. Die Höchstwerte liegen dann bei etwa 17 bis 18 Grad. Der Wind weht überwiegend aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen mit teils kräftigen Böen. Am Sonntag bleibt nur die Warnstufe orange der AEMET für Küstenphänomene erhalten.

Warnung vor Gefahren an der Küste

Besondere Vorsicht ist derzeit an den Küsten Fuerteventuras geboten. Hoher Wellengang, starke Strömungen und unruhige See stellen ein erhebliches Risiko dar. Das Cabildo empfiehlt, sich von Klippen, Hafenmauern und exponierten Küstenabschnitten fernzuhalten und auf Wassersportaktivitäten zu verzichten. Auch Spaziergänge entlang der Brandung können gefährlich sein.

Maßnahmen und Einschränkungen

Aufgrund der Wetterlage bleibt der Territoriale Notfallplan der Insel Fuerteventura (PEIN) aktiviert. Sämtliche Veranstaltungen mit öffentlichem Publikumsverkehr sind während der Gültigkeit des Plans ausgesetzt. Dies betrifft unter anderem kulturelle Veranstaltungen, Museumsbesuche, Sportanlagen sowie alle vom Cabildo organisierten Aktivitäten.

Darüber hinaus wird der Bevölkerung geraten, unnötige Fahrten zu vermeiden, nicht in der Nähe von Barrancos zu parken oder sich dort aufzuhalten und auf Camping oder Übernachtungen in gefährdeten Bereichen vollständig zu verzichten.

Aufruf zur Aufmerksamkeit

Die Einsatzkräfte appellieren an die Eigenverantwortung der Bürger und Besucher. Wetterwarnungen sollten ernst genommen und offizielle Empfehlungen beachtet werden.

Im Notfall bitte die Telefonnummer 112 wählen. Dort erreicht man das Koordinationszentrum für Notfälle und Sicherheit der kanarischen Regierung (Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad/ CECOES/ Telefon 112). Von dort aus werden sämtliche Rettungskräfte koordiniert. Unter der 112 spricht man spanisch, englisch, deutsch, italienisch und französisch.

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