Der Sucheinsatz nach einem jungen US-Amerikaner, der am Sonntag, dem 25.01.2026, an der Küste von Lanzarote verschwunden war, hat ein tragisches Ende genommen. Wie das Konsortium für Sicherheit und Notfälle des Cabildo de Lanzarote mitteilte, wurde im Gebiet Los Charcones im Süden der Insel ein lebloser Körper entdeckt. Der Fundort liegt nur rund 20 Meter von der Stelle entfernt, an der sich der Unfall ereignet hatte.
Die Suche am Tag des Unfalls und am zweiten Tag blieb erfolglos.
Einsatz am 27.01.2026 ausgeweitet
Die Sucharbeiten wurden am Dienstag, dem 27.01.2026, erneut aufgenommen und deutlich verstärkt. Zum Einsatz kamen ein Rettungshubschrauber sowie zwei Spezialeinheiten für Unterwassereinsätze der Guardia Civil („Grupo Especial de Actividades Subacuáticas“/ GEAS). Einheiten des Zivilschutzes der Gemeinde Yaiza unterstützten die Suche ebenso wie Einsatzkräfte des Zivilschutzes der Gemeinde La Oliva auf Fuerteventura, die sich im Norden von Fuerteventura zu Land und zu Wasser auf die Suche machten. Offenbar wurde nicht ausgeschlossen, dass der vermisste Mann bereits bis nach Fuerteventura abgetrieben worden sein könnte.
Bereits am Montag, dem 26.01.2026, hat sich die Gemeindepolizei von Yaiza mit einer Drohne mit Wärmebildkamera am Einsatz beteiligt, um das schwer zugängliche Küstengebiet systematisch abzusuchen.
Leztlich waren es die Taucher der Spezialeinheit der Guardia Civil, die in 13 Meter Wassertiefe nur rund 20 Meter von der Unglücksstelle entfernt, eine Leiche gefunden haben, bei der es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten amerikanischen Studenten handeln dürfte.
Der Einsatz von Tauchern war erst möglich, nachdem sich das Meer an der Unfallstelle etwas beruhigt hatte.
Unfall an gesperrter Küste
Nach Angaben der Behörden war der junge Mann am Sonntag, dem 25.01.2026, nach einem heftigen Wellenschlag ins Meer gerissen worden. Er befand sich gemeinsam mit drei weiteren US-Staatsbürgern in dem Gebiet Los Charcones, das für seine natürlichen Meerwasserbecken bekannt ist. Diese sogenannten Naturpools sind trotz bestehender Verbote immer wieder Ziel von Besuchern, auch aufgrund ihrer starken Verbreitung in sozialen Netzwerken.
Alle vier jungen Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren studierten in Madrid und machten Urlaub auf Lanzarote auf. Sie erreichten das Gebiet zu Fuß, obwohl die Zufahrtsstraße durch einen Zaun gesperrt ist.
Zwei der Männer wurden von der Welle „nur“ auf die Felsen gespült. Sie wurden nur leicht verletzt und benötigten keine medizinische Versorgung, nachdem Feuerwehrleute sie von den Felsen geholt hatten.
Ein Dritter wurde rund 800 Meter vor der Küsten von einem Hubschrauber gerettet. Er wurde mit Unterkühlung und Ertrinkungssymptomen mit einem Notarztwagen ins Krankenhaus gefahren.
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