Fuerteventura wird Teil eines umfangreichen Ausbaus von Batteriespeichern in Spanien, der die Integration erneuerbarer Energien in das Stromsystem verbessern soll. Im Rahmen einer staatlichen Förderlinie für innovative Energiespeicherprojekte wurden sieben neue Anlagen der Firma Naturgy bewilligt, darunter auch Vorhaben auf den Kanarischen Inseln, unter anderem in Puerto del Rosario und an einem weiteren Standort auf Fuerteventura.
Öffentliche Förderung für Energiespeicher
Die neuen Speicherprojekte von Naturgy erhalten eine Förderung von insgesamt 39 Millionen Euro aus der ersten Ausschreibung für innovative Energiespeicherlösungen, die mit Mitteln aus dem europäischen Fonds FEDER 2021 bis 2027 kofinanziert wird. Die Entscheidung geht aus der endgültigen Beschlussvorlage des spanischen Instituts für Energieeinsparung und Diversifizierung aus dem Dezember hervor. Die geförderten Anlagen sollen zusammen eine zusätzliche Leistung von 100 Megawatt sowie eine Speicherkapazität von 359 Megawattstunden bereitstellen.
Mit den nun bewilligten Projekten steigt die Zahl der in Spanien geplanten oder im Bau befindlichen Batteriespeicher mit staatlicher Unterstützung auf insgesamt 16 Anlagen.
Bedeutung für das Stromsystem auf Inseln
Gerade für Inseln wie Fuerteventura spielt die Speicherung von Strom eine wichtige Rolle. Batteriespeicher ermöglichen es, Strom aus erneuerbaren Quellen zwischenzuspeichern und zeitversetzt ins Netz einzuspeisen. Dadurch können Schwankungen in der Erzeugung besser ausgeglichen und die Versorgungssicherheit erhöht werden, insbesondere in Zeiten geringer Wind oder Sonnenleistung.
Die auf Fuerteventura geplanten Anlagen sind überwiegend als sogenannte Hybridprojekte konzipiert und werden mit bestehenden erneuerbaren Erzeugungsanlagen kombiniert. Ergänzend dazu ist ein weiteres Speicherprojekt vorgesehen, das unabhängig von einer Erzeugungsanlage direkt an das Stromnetz angeschlossen wird.
Einordnung in die nationale Energieplanung
Der Ausbau von Energiespeichern ist Teil der spanischen Energie und Klimastrategie. Laut dem nationalen Energie- und Klimaplan soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf 81 Prozent steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, sieht der Plan den Aufbau von Speicherlösungen mit einer Gesamtleistung von 22,5 Gigawatt vor.
Batteriespeicher gelten dabei als zentrales Instrument, um Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen und dem Stromsystem zusätzliche Stabilität zu verleihen. Bereits im Jahr 2021 hatte die spanische Regierung eine eigene nationale Speicherstrategie verabschiedet, in der stationäre Batteriesysteme eine Schlüsselrolle einnehmen.
Weitere Projekte bereits im Bau
Neben den neu bewilligten Vorhaben laufen in Spanien bereits mehrere Speicherprojekte, die mit bestehenden Photovoltaikanlagen kombiniert werden. Einige dieser Anlagen befinden sich im Bau und sollen im Laufe des Jahres 2026 in Betrieb gehen. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen für die derzeit geplanten Speicherprojekte auf rund 140 Millionen Euro.
Bedeutung für Fuerteventura
Für Fuerteventura bedeuten die geplanten Batteriespeicher einen weiteren Schritt hin zu einer stabileren und flexibleren Stromversorgung. In Kombination mit erneuerbaren Energien können solche Anlagen dazu beitragen, den Anteil fossiler Energieträger zu reduzieren und die Versorgungssicherheit auf der Insel langfristig zu stärken. Gleichzeitig fügt sich das Projekt in die übergeordneten Ziele zur Energiewende auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene ein.
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