Fuerteventura wurde in den frühen Morgenstunden des 04. Januar 2026 Schauplatz eines dramatischen Rettungseinsatzes, der nur durch das entschlossene Handeln von zwei freiwilligen Rettern glimpflich endete. An der Playa de la Sebada in Morro Jable konnte ein Mann vor dem Ertrinken bewahrt werden, der sich im Wasser befand obwohl zu diesem Zeitpunkt aufgrund rauer See eine Vorwarnstufe wegen Küstenphänomenen galt.
Notlage an der Küste
Nach übereinstimmenden Angaben ereignete sich der Vorfall in den frühen Morgenstunden an der Avenida de Morro Jable. Mehrere junge Leute machten auf einen Mann aufmerksam, der sich in akuter Lebensgefahr im Wasser befand. Der Seegang war zu diesem Zeitpunkt sehr stark, die Wellen hoch und unberechenbar.
Ohne zu zögern begaben sich Fernando Acosta, Beamter der Policía Nacional der nicht im Dienst war, und Danilo Ferrera, Einwohner der Gemeinde Pájara, gemeinsam ins Wasser, um Hilfe zu leisten. Der Einsatz erfolgte unter extrem schwierigen Bedingungen.
Von den Wellen erfasst
Die Retter hatten den Mann bereits erreicht, wurden aber ebenfalls von der starken Brandung erfasst. Nach Angaben der Frau des Beamten der Nationalpolizei in einem Post auf Facebook wurden sie vom Meer unter die Brücke über dem Barranco gezogen und waren mehrere Sekunden lang nicht mehr zu sehen. In dieser Phase herrschte große Unsicherheit darüber, ob sie sich selbst in Sicherheit bringen konnten.
Schließlich gelang es den Rettern mit dem Mann aus dem Wasser zu kommen und sich am Ablauf des Barrancos in Sicherheit zu bringen.
Unterstützung durch Rettungskräfte
Im Anschluss mussten Feuerwehrkräfte eingreifen, um den drei Männern beim Verlassen des Barrancos zu helfen. Die beiden Retter konnten über ein Leiter selbst aus dem Barranco klettern, der verletzte Mann musste von der Feuerwehr mit Hilfe der beiden Retter aus dem Barranco über die Leiter hochgezogen werden. Auch die Policía Local war in die Maßnahmen eingebunden. Das koordinierte Zusammenspiel der Beteiligten trug dazu bei, die Situation unter Kontrolle zu bringen und weitere Gefahren zu vermeiden.
Der Mann, der sich zuvor in Lebensgefahr befunden hatte, benötigte medizinische Versorgung und wurde mit einem Rettungswagen abtransportiert.
Anerkennung durch die Gemeinde
Die Gemeinde Pájara würdigte den Einsatz der beiden Retter offiziell auf ihrer Webseite. In einer Mitteilung hebt die Gemeindeverwaltung das schnelle und effektive Handeln von Fernando Acosta und Danilo Ferrera hervor. Insbesondere wird betont, dass die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Sicherheitskräften in Notlagen von großer Bedeutung sei.
Darüber hinaus kündigte die Gemeinde an, der Policía Nacional eine offizielle Anerkennung für Fernando Acosta vorzuschlagen. Auch Danilo Ferrera López wird ausdrücklich für seine entscheidende Mitwirkung gewürdigt.
Dank und Wertschätzung
Die Gemeinde sprach allen Beteiligten ihren Dank aus und unterstrich, wie wichtig Zivilcourage, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Unterstützung in Gefahrensituationen sind.
Auch die Fuerteventura Zeitung schließt sich diesem Dank an. Die beiden Männer haben unter Einsatz der eigenen Gesundheit und des eigenen Lebens nicht gezögert, einem Menschen in Not zu helfen. Ohne sie wäre dieser Vorfall ganz sicher nicht so glimpflich ausgegangen.
Zur Frage warum sich der Mann, der zum Zeitpunkt seiner Rettung lediglich eine Badehose getragen hatte, im Wasser aufhielt, gibt es keine offiziellen Informationen. Es bleibt anzumerken, dass es zum Zeitpunkt der Rettung noch stockdunkel war.
Der Einsatz von zwei Helden in Morro Jable zeigt, dass entschlossenes Handeln und Zusammenarbeit Leben retten können, auch unter widrigen Umständen. Der Gerettete kann nur dankbar sein, dass diese beiden Schutzengel zufällig zugegen waren.
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