Die Gemeinde Pájara hat ein vorübergehendes Badeverbot am Strand von Esquinzo im Süden von Fuerteventura verhängt. Darauf wies uns eine Leserin hin, die das Schild am Vormittag des 11. Januar 2026 zum ersten Mal bemerkt hat.
Die Bekanntmachung des Badeverbots erfolgte ausschließlich über ein Hinweisschilf am betroffenen Strand. Eine weitere Bekanntmachung erfolgte nach unserem Kenntnisstand nicht. Weder auf der Webseite der Gemeinde Pájara noch auf der Facebookseite findet man weitere Informationen.
Das Badeverbot gründet sich auf dem Dekret 1341/2007 vom 11. Oktober über das Management der Wasserqualität an Badestellen.
Da uns zurzeit keine weiteren Informationen über den genauen Grund vorliegen, können wir nur spekulieren. Eine solches Badeverbot kann z.B. als Folge einer Wasseranalyse verhängt werden, wenn die Wasserprobe eine zu hohe Zahl von Fäkalkeimen (Enterokokken oder E. Coli) aufweist.
Weitere mögliche Gründe wären das Auftreten von Quallen, Algen, Cyanobakterien, Verunreinigungen durch Teer, Glasscherben o.ä.
Am wahrscheinlichsten erscheint uns ein Nachweis von Darmbakterien. Das kommt auch auf Fuerteventura gelegentlich vor, obwohl die Wasserqualität an unseren Stränden im Allgemeinen hervorragend ist. So könnte es beispielsweise sein, dass durch die Regenfälle der letzten Tage organisches Material und Tierkot ins Wasser geschwemmt wurde und ausgerechnet an der Entnahmestelle ein „Häufchen“ vorbeigeschwommen ist.
Denkbar wäre auch, dass ein Sportboot unverantwortlich seine Tanks kurz vor Entnahme der Wasserprobe in der Nähe der Entnahmestelle entleert hat.
Wenn eine solche außerordentliche Wasserbelastung festgestellt wird, muss die zuständige Gemeinde im Abstand von 72 Stunden neue Proben entnehmen, solange bis diese wieder normale Werte aufweisen. An den Stränden im Süden von Fuerteventura wurden unseres Wissens noch nie schlechte Wasserwerte über einen längeren Zeitraum festgestellt.
Daher kann man wohl auch in diesem Fall davon ausgehen, dass keine lang anhaltende und vor allem keine systematische, sondern nur eine punktuelle, Beeinträchtigung der Wasserqualität vorliegt.
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