Verdächtige Radarsignale auf dem Meer, zwei auffällige Fahrzeuge an Land und ein Wassersportler, der auf dem Meer treibende Drogenpakete gefunden hat, führten zur Festnahme von drei Tatverdächtigen, die mutmaßlich an Land darauf warteten, eine Lieferung Haschisch in Empfang zu nehmen.
Die Guardia Civil des Hauptpostens von Morro Jable im Süden von Fuerteventuras hat gegen die drei Männer Ermittlungen wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel eingeleitet.
Zwei der Tatverdächtigen waren den Behörden bereits aufgrund von Vorstrafen wegen Eigentumsdelikten, Drogenhandel und Schmuggel bekannt.
Der Fall ereignete sich am 26.12.2025 ab. An diesem Tag entdeckte die Guardia Civil ein Boot auf dem Radar, das sich von der offenen See aus der Küste von Fuerteventura näherte und dabei ein auffälliges Verhalten zeigte. Das Boot steuerte in Richtung der Playa de Matas Blancas nördlich von Costa Calma. Aufgrund der verdächtigen Manöver informierte die Einsatzzentrale die zuständigen Einheiten.
Daraufhin wurde ein gemeinsamer Einsatz von Beamten des Hauptpostens Morro Jable und des Postens Gran Tarajal eingeleitet. Im Einsatzgebiet trafen die Beamten auf drei Personen sowie auf zwei Fahrzeuge. Dabei handelte es sich um ein Geländefahrzeug, das von einem der Verdächtigen gefahren wurde, sowie um einen Kleintransporter, der mit geöffneten Türen abgestellt war. Der Innenraum des Fahrzeugs war leer und machte den Eindruck, gezielt für den Abtransport von Waren vorbereitet worden zu sein.
Da die Beamten davon ausgingen, dass die Drogen bereits angelandet worden sein könnten, begannen sie den Küstenabschnitt und die angrenzenden Intensiv abzusuchen.
Kurze Zeit später meldete sich ein Wassersportler, der ein Funktelefon bei sich hatte, bei der Guardia Civil und berichtete, dass er mehrere im Wasser treibende Pakete in der Nähe des Einsatzortes entdeckt hatte, bei denen es sich mutmaßlich um Drogenpakete handelte.

Dank dieser Mithilfe konnten die Pakete bis an den Strand geschleppt werden. Dort stellten die Einsatzkräfte fest, dass sie eine zu Platten gepresste Substanz enthielten, die dem Aussehen nach Haschisch entsprach. Das Gewicht des ersten Fundes betrug insgesamt 24 Kilogramm.
Um auszuschließen, dass sich weitere Pakete im Meer befanden, liehen sich die Beamten ein Sportboot und setzten ihre Suche auf dem Meer fort. In unmittelbarer Nähe fanden sie weitere Pakete mit dem gleichen Inhalt und einem Gewicht von 44 Kilogramm. Insgesamt wurden somit rund 68 Kilogramm Haschisch sichergestellt.

Die drei Beschuldigten wurden zusammen mit den erstellten Ermittlungsakten dem Untersuchungsgericht im Bereitschaftsdienst in Puerto del Rosario überstellt. Die beschlagnahmten Drogen werden an die Gesundheitsbehörden in Las Palmas de Gran Canaria weitergeleitet, wo sie gewogen und chemisch analysiert werden.
Die Anlieferung von Drogen an der Ostseite von Fuerteventura ist eher ungewöhnlich. Meistens versuchen Drogenschmuggler, ihre Ware auf der Westseite anzulanden. Das ist zwar aufgrund der Wellen wesentlich gefährlicher, doch die Buchten sind deutlich abgelegener und das Risiko, entdeckt zu werden, ist dadurch deutlich geringer.
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