Die Präsidentin der Inselregierung von Fuerteventura (Cabildo), Lola García, hat am 5. Januar 2025 erneut ihre Besorgnis über die Defizite im Privatunternehmen zum Ausdruck gebracht, das die Flugverkehrskontrolldienste am Flughafen von Fuerteventura leistet.
Der Anlass für die erneute Warnung ist die Information, dass der Flughafen von El Hierro seine Betriebszeiten verkürzen musste, weil nicht genug Fluglotsen zur Verfügung stehen.
Laut Angaben der Fluglotsen-Gewerkschaft „Unión Sindical de Controladores Aéreos“ USCA könne sich diese Situation auch auf andere Flughäfen übertragen, die von demselben privaten Unternehmen Saerco betrieben werden, darunter die Flughäfen von Fuerteventura, Lanzarote und der La Palma. García erklärt, dass deshalb erneut dringende Lösungen fordere, die die Kontinuität und Qualität des Dienstes sicherstellen sollen.
Das Cabildo de Fuerteventura und die Gewerkschaft Unión Sindical de Controladores Aéreos USCA haben nach eigenen Angaben das spanische Ministerium für Verkehr und Mobilität mehrfach aufgefordert, in dieser Angelegenheit einzugreifen.
Ziel ist es, den Fluglotsendienst wieder in die öffentliche Hand zu legen bzw. zu entprivatisieren, zumindest so lange, bis der Betrieb mit allen erforderlichen Garantien erfolgen kann.
García weist darauf hin, dass der sichere und effektive Betrieb der Flugsicherung eine grundlegende Voraussetzung für die strategische bedeutende Infrastruktur des Flughafens von Fuerteventura ist und dass jede Einschränkung unmittelbare Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Insel, den Tourismus und die wirtschaftliche Stabilität habe.
Nach Darstellung des Cabildo de Fuerteventura sei die Antwort des halbstaatlichen Flughafenbetreibers AENA bislang gewesen, dass der Dienst gewährleistet sei. Zugleich habe jedoch das private Unternehmen Saerco vor Gericht selbst eingeräumt, dass es den Dienst nicht unter angemessenen arbeitsrechtlichen Bedingungen erbringen könne. Diese Unvereinbarkeit gefährde nach Ansicht des Cabildo de Fuerteventura die sichere, wirksame und kontinuierliche Durchführung des Dienstes. Aus Sicht von García sei dieser Widerspruch mit der Verantwortung nicht vereinbar, die ein Betreiber bei einer Infrastruktur von überregionaler Bedeutung zu tragen habe, insbesondere auf Fuerteventura, wo der Flughafen für Einwohner, Besucher und wirtschaftliche Aktivität eine zentrale Rolle spielt.
Nach den von USCA vorgelegten Zahlen ist die Zahl der Beschäftigten im Kontrollturm des Flughafens von Fuerteventura seit Juli 2025 von 15 auf 10 gesunken. Die Konsequenzen dieser Reduzierung seien deutlich sichtbar, so García, und die Vorgänge auf El Hierro zeigten, welche Risiken entstehen können, wenn Personalengpässe eintreten. Sie betont, dass es notwendig sei, unverzüglich Lösungen für dieses und andere vorrangige Themen zu finden, die das Image, die Funktionsfähigkeit und die Sicherheit des Flughafens von Fuerteventura betreffen. Darüber hinaus verweist sie darauf, dass der Flughafen für die Anbindung der Insel an nationale und internationale Ziele unverzichtbar ist und dass jede Unsicherheit im Betrieb das Vertrauen von Reisenden, Fluggesellschaften und Wirtschaftsakteuren beeinträchtigen könne.
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