Das Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) hat die Bauarbeiten an der sogenannten „Zelle 4“ des Abfallkomplex “Complejo Ambiental de Zurita” abgeschlossen und damit einen Schritt zur Sicherung und Verbesserung der Abfallentsorgung auf der Insel gemacht. Mit einer Investition von 3,2 Millionen Euro aus Eigenmitteln der Inselverwaltung wurde die neue Infrastruktur für den Betrieb vorbereitet und offiziell fertiggestellt.
Mehr Kapazität für die Abfallentsorgung
Mit der Inbetriebnahme der neuen Zelle erhöht sich das Gesamtvolumen des Komplexes Zurita um mehr als eine Million Kubikmeter. Damit reagiert das Cabildo auf die Tatsache, dass die bisher genutzte Zelle 3 nahezu das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hatte. Die neue Zelle ist mit modernen Systemen zur Kontrolle von Sickerwässern, zur Reduzierung von Gasemissionen sowie mit einer vollständigen Abdichtung ausgestattet und entspricht den aktuell geltenden gesetzlichen Vorgaben.
Nach Angaben der Inselverwaltung ist die neue Infrastruktur notwendig, um eine sichere, kontrollierte und umweltverträgliche Behandlung der Abfälle zu gewährleisten, die auf Fuerteventura anfallen.
Abfallmanagement als zentrale Herausforderung
Die Präsidentin des Cabildo, Lola García, verwies darauf, dass die Abfallwirtschaft zu den großen Herausforderungen auf Inselniveau zählt und deshalb zu den Arbeitsschwerpunkten der aktuellen Legislaturperiode gehört. Sie hob hervor, dass Fuerteventura in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte im Bereich Recycling erzielt habe. Diese Entwicklung habe sich auch im Jahr 2025 fortgesetzt. Die Insel habe ihre bisherige Position am unteren Ende der Statistik verlassen und liege bei einzelnen Fraktionen, etwa beim Glasrecycling, inzwischen an der Spitze.
Parallel zur Verbesserung der Entsorgungsinfrastruktur arbeitet das Cabildo nach eigenen Angaben daran, alternative und nachhaltigere Lösungen weiter auszubauen.
Weitere Investitionen geplant
Mit Blick auf die kommenden Jahre kündigte die Inselverwaltung weitere Investitionen an. Im Haushalt 2026 sind 7,42 Millionen Euro vorgesehen, um zusätzliche Projekte im Bereich Abfallwirtschaft umzusetzen. Dazu gehört unter anderem der Bau einer speziellen Zelle für inerte Abfälle aus Bau und Abriss, deren Realisierung noch im laufenden Jahr geplant ist. Außerdem befinden sich Arbeiten zur baulichen Anpassung und Erschließung des Standorts Zurita bereits im Vergabeverfahren. Für diese Maßnahmen ist ein weiteres Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro vorgesehen.
Übergang zu nachhaltigeren Modellen
Der für Abfall zuständige Inselrat Enrique Pérez ordnete die Fertigstellung der Zelle 4 als eine der zentralen Maßnahmen des Inselabfallplans ein. Gleichzeitig betonte er, dass parallel zur notwendigen Nutzung solcher Infrastrukturen an einem Übergang zu nachhaltigeren Modellen gearbeitet werde, die stärker auf Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling setzen.
Solange diese Umstellung nicht vollständig umgesetzt sei, seien Anlagen wie die neue Zelle unverzichtbar, um die Entsorgung der anfallenden Abfälle sicher und umweltgerecht zu gewährleisten.
Bedeutung weiterer Anlagen in Zurita
Ein wichtiger Baustein für die künftige Reduzierung der Abfallmengen ist nach Angaben des Cabildo die geplante Wiederaufnahme der Arbeiten an der Kompostierungs- und Sortieranlage in Zurita. Die Inselverwaltung verweist darauf, dass diese Anlagen künftig dazu beitragen könnten, zwischen 20 und 30 Prozent der Abfälle, die derzeit in der Zelle landen, zu vermeiden. Zusätzlich könne rund ein weiterer Anteil von etwa 20 Prozent an organischen Abfällen gezielt verwertet werden.
Anpassung an neue Sammelsysteme
Ergänzend wurden bereits die Umladestationen auf der Insel an das System des fünften Containers angepasst. Nach Angaben der Verantwortlichen sollen bestehende Anlagen auch weiterhin optimiert werden, um die Umweltverträglichkeit und Effizienz der Abfallwirtschaft auf Fuerteventura zu verbessern.
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