Der Bau des Katamarans Mercedes Pinto der Reederei Balearia Canarias befindet sich in der Endphase und soll im Mai 2026 fertiggestellt sein. Die moderne Schnellfähre könnte auf der Route von Morro Jable im Süden von Fuerteventura nach Las Palmas de Gran Canaria zum Einsatz kommen.
Taufe und Stapellauf fanden bereits im September 2025 statt. Für die zweite Aprilhälfte 2026 ist der erste Start der Maschinen der Mercedes Pinto geplant, die zurzeit in der spanischen Werft „Astilleros Armón Gijón“ ausgerüstet wird.
Nach Angaben aus dem Projektumfeld soll bei planmäßigem Verlauf die offizielle Übergabe des Schiffes im Mai 2026 erfolgen. Der Neubau an seiner Bordwand trägt bereits das Logo von Balearia Canarias und gilt als neues Aushängeschild der Reederei auf den Kanaren.
Einsatz auf den Kanaren ab Juni 2026 vorgesehen
Der Katamaran Mercedes Pinto soll im Juni 2026 erstmals in den Kanarischen Inseln eingesetzt werden, möglicherweise auf der Route zwischen Las Palmas und Morro Jable, die ab dann wieder täglich bedient werden soll. Diese Verbindung ist für den Personen und Güterverkehr zwischen Gran Canaria und auf Fuerteventura von zentraler Bedeutung. Neben dieser Route werden jedoch auch andere Einsatzmöglichkeiten in Betracht gezogen, ohne dass hierzu bereits eine endgültige Entscheidung bekannt ist.
Technische Besonderheiten und Bedeutung für die Flotte
Bei der Mercedes Pinto handelt es sich um das dritte Schiff dieser Klasse, das vom Konstruktionsbüro Incat Crowther entworfen und bei Astilleros Armón Gijón gebaut wurde.
Es ist das erste Schiff dieser Baureihe mit einem Antrieb durch verflüssigtes Erdgas (LNG), was eine deutliche Reduzierung von Emissionen ermöglicht. Durch den LNG-Antrieb können rund 30% CO2, 85% Stickoxid und 100% Schwefel und Feinstaubpartikel gegenüber herkömmlichen Schiffsantrieben eingespart werden.
Zudem wird es das größte Schiff seiner Klasse sein, das auf den Kanarischen Inseln betrieben wird. Der Katamaran ist 123m lang und bietet Platz für 1.200 Passagiere und 425 Autos. Es erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 35 Knoten (ca. 64km/h).
Damit setzt Balearia Canarias ein technisches und ökologisches Zeichen beim Fährverkehr zwischen den Kanarischen Inseln, der für die wirtschaftliche und soziale Anbindung der Inseln eine Schlüsselrolle spielt.
Ein weiteres Novum ist die geplante Registrierung des Schiffes unter der Flagge von Zypern. Damit ist die Mercedes Pinto zugleich das erste Schiff ihrer Klasse, das nicht unter spanischer Flagge operiert. Als Hintergrund werden die zunehmende Bedeutungslosigkeit, mangelndes Interesse und fehlende administrative Flexibilität des Zweiten Kanarischen Schiffsregisters genannt.
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