Feuchttücher gehören nicht in die Toilette! Selbst dann nicht, wenn der Hersteller auf der Verpackung behauptet, dass sie dafür geeignet sein.
Daran erinnerte die Gemeinde Puerto del Rosario auf Fuerteventura erinnerte ihre Bürger eindrücklich nach einem Reparatureinsatz an der kommunalen Kanalisation in der Calle Tajo. Aufgrund einer massiven Ansammlung von Abfällen, die in der Kanalisation nichts zu suchen haben darunter eben massenhaft „toallitas“ musste eine rund sechs Meter langer Graben in der Straße geöffnet werden, um den betroffenen Leitungsabschnitt freizulegen und die verstopften Rohre wieder durchgängig zu machen.
Wie die Gemeinde am 16.02.2026 in einer Pressemitteilung bekannt gab, mussten Mitarbeiter des Unternehmens Canaragua in der betreffenden Straße aktiv werden, nachdem eine schwere Verstopfung im kommunalen Abwassersystem festgestellt worden war.
Ursache sei nach Angaben der Gemeinde die große Menge an Feuchttüchern („toallitas“), die von Bürgern fälschlicherweise über die Toilette entsorgt worden waren. Erst durch das Öffnen des Grabens konnte auf das Rohr zugegriffen und der normale Betrieb wiederhergestellt werden.
Diese Abfälle lösen sich nicht wie Toilettenpapier auf und führen regelmäßig zu Blockaden, technischen Schäden und unangenehmen Gerüchen. Zudem können sie Kläranlagen beschädigen und Umweltverschmutzung im Umfeld verursachen.
Zusammenarbeit bei der Reparatur
Die Arbeiten wurden von Canaragua in Abstimmung mit der Abteilung für kommunale Dienste („Concejalía de Servicios Municipales“) durchgeführt.
Der Bürgermeister von Puerto del Rosario, David de Vera, rief zu verantwortungsbewusstem Verhalten auf. Solche Vorfälle könnten durch kleine Gesten vermieden werden. Das Entsorgen von Feuchttüchern über die Toilette verursache nicht nur Verstopfungen wie in der Calle Tajo, sondern gefährde das gesamte kommunale Abwassersystem, an dessen Modernisierung intensiv gearbeitet werde. Er appellierte an das Bewusstsein aller Bürger: Feuchttücher gehören in den Mülleimer!“
Der Gemeinderat für kommunale Dienste, David de León, erklärte, diese Verstopfungen seien keine bloßen Unannehmlichkeiten. Wenn sich Feuchttücher und andere Abfälle im Netz ansammelten, beeinträchtigten sie Pumpstationen und die Kläranlage selbst, verursachten Reparaturkosten, die von allen getragen würden, und führten zudem zu Umweltschäden. Die Abteilung erinnere daran, dass die Toilette kein Mülleimer sei.
Empfehlungen an die Bevölkerung
Die Gemeinde erinnert die Bevölkerung daran, weder Feuchttücher noch andere Hygieneprodukte oder sonstige Abfälle über die Toilette zu entsorgen. Diese müssen stets im Mülleimer entsorgt werden. Nur so können neue Zwischenfälle zu vermeiden und die Umweltbelastung reduziert werden, die durch solche Praktiken in Abwassernetzen und Natur entsteht.
Der neue Abwasservertrag mit Canaragua, der einen Störungsdienst rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr umfasst, ermöglichte nach Angaben der Gemeinde eine schnelle und effektive Reaktion auf den Vorfall.
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