Der Gemeinderat von La Oliva hat am 26. Februar 2026 eine Gemeindeverordnung zur Regelung der Nutzung von E-Scootern beschlossen.
Mit dieser „ordenanza reguladora del uso de patinetes“ werden erstmals auch im Norden von Fuerteventura klare Vorschriften für „Fahrzeuge zue persönlichen Mobilität“, im Spanischen „vehículos de movilidad personal“ (VMP) festgelegt.
Die Verordnung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit der Abteilung für Bürgersicherheit unter Leitung des Bürgermeisters Isaí Blanco sowie der Verkehrsabteilung, die von Gemeinderat Christian González geführt wird. Ziel ist es, den Verkehr dieser Fahrzeuge zu ordnen und einzuschränken.
Klare Regeln für Alter, Tempo und Verhalten
Wie die Gemeinde in einer Pressemitteilung erklärt, besteht das Hauptziel darin, die Sicherheit der Bürger ebenso wie der Touristen zu gewährleisten, die La Oliva besuchen.
Das Mindestalter für die Nutzung eines VMP wurde auf 16 Jahre festgelegt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 Stundenkilometer auf Radwegen und 15 Stundenkilometer in Fußgängerzonen.
Das Fahren auf Gehwegen ist untersagt. Die Fahrzeuge sollen sich vor allem auf Radwegen bewegen.
Ebenfalls verboten sind die Nutzung von Mobiltelefonen und Kopfhörern während der Fahrt sowie das Fahren unter Alkohol oder Drogeneinfluss. Darüber hinaus darf ein VMP nicht von mehr als einer Person gleichzeitig benutzt werden.
Helm und reflektierende Weste sind verpflichtend. Das Abstellen der Fahrzeuge ist ausschließlich auf dafür vorgesehenen Flächen erlaubt. Damit reagiert die Gemeinde auf wiederholte Beschwerden über falsch abgestellte E-Scooter, die insbesondere in touristisch stark frequentierten Bereichen wie Corralejo zu Behinderungen geführt hatten.
Vorgaben für Scooter-Vermietungen
Die Gemeindeverordnung führt auch strenge Auflagen für E-Scooter-Vermieter ein.
Sie müssen vorab eine entsprechende Genehmigung beantragen sowie eine Haftpflichtversicherung für ihre Flotte und ihre Nutzer abschließen. Wie bei Privatpersonen ist die Vermietung an Personen unter 16 Jahren untersagt.
Zudem sind die Unternehmen verpflichtet, mithilfe von GPS-Technologie Geschwindigkeiten und Nutzungszonen zu begrenzen. Falsch abgestellte E-Scooter oder andere Fahrzeuge der persönlichen Mobilität müssen von den jeweiligen Firmen entfernt werden.
Reaktion auf Beschwerden von Bürgern
Bürgermeister Isaí Blanco betonte die Notwendigkeit dieser Maßnahme. Mit der Verabschiedung der Gemeindeverordnung werde ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Gemeindegebiet getan. Die Regelung schaffe einen klaren rechtlichen Rahmen für die Sicherheit im Straßenverkehr.
Er hob hervor, dass die Gemeindepolizei die erforderlichen Gutachten erstellt habe, die gemeinsam mit der Verkehrsabteilung die Ausarbeitung der Verordnung ermöglichten.
Gemeinderat Christian González erklärte, die Verordnung ermögliche es endlich, auf die Forderungen der Anwohner zu reagieren und erhöhe die Sicherheit in den Straßen, sowohl für Fußgänger als auch für Fahrzeugführer.
Mit der neuen Regelung reagiert die Gemeinderegierung auf die zunehmende Verbreitung von E-Scootern in den vergangenen Jahren. Die steigende Zahl dieser Fahrzeuge auf Fuerteventura hatte seit Beginn ihrer Verbreitung zu Diskussionen über Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum geführt.
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