Fuerteventura setzt die Aufwertung traditioneller Landschaften rund um Quellen fort. Im Umfeld der Quelle von Manitaga im Gemeindegebiet von Tuineje haben die Arbeiten zur Wiederherstellung des historischen Zugangswegs sowie der Trockensteinmauern der Gavias und sogenannten Nateros begonnen. Das Projekt wird vom Cabildo de Fuerteventura über den Bereich Bau und Maschinenwesen gemeinsam mit dem Ayuntamiento de Tuineje umgesetzt und ist Teil des Programms „Fuerteventura, bonita por naturaleza“.
Startschuss für mehrere derartige Projekte auf der Insel
Die Quelle von Manitaga bildet den Auftakt einer Reihe von Maßnahmen zur Wiederherstellung natürlicher Wasserquellen auf der Insel. Nach Angaben der Präsidentin des Cabildo, Lola García, verfolgt das Projekt das Ziel, die ökologischen Bedingungen im Umfeld der Quelle zu verbessern und gleichzeitig die traditionelle Wasserkultur Fuerteventuras zu bewahren. Die Insel verfüge über zahlreiche dieser natürlichen Ressourcen, die insbesondere in regenreichen Phasen eine wichtige Rolle für das Wassermanagement spielten.
In den vergangenen Monaten habe die erhöhte Niederschlagsmenge erneut gezeigt, wie bedeutsam funktionierende Wasserstrukturen für Flora und Fauna seien. Natürliche Quellen, Gavias und Sammelbecken trügen dazu bei, Wasser zu speichern und zeitverzögert wieder an die Umwelt abzugeben.
Traditionelle Wassernutzung rückt wieder ins Blickfeld
Auch der für Bau und Maschinenwesen zuständige Inselrat Blas Acosta verwies auf die Bedeutung dieser historischen Infrastruktur. Die aktuellen Regenfälle machten sichtbar, welchen Wert die traditionelle Wasserkultur der Insel habe. In trockenen Jahren hätten diese Anlagen selbst geringe Niederschläge und Luftfeuchtigkeit aufgenommen und in den Untergrund geleitet. In regenreicheren Zeiten zeige sich das Ergebnis in Form von Quellen, natürlicher Vegetation und landwirtschaftlicher Nutzung.
Warum die Quelle saniert werden muss
Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, den Quellbereich von Manitaga zu rehabilitieren und zugleich landschaftlich aufzuwerten. Die Quelle, die früher auf natürliche Weise Wasser führte, ist im Laufe der Zeit durch angeschwemmte Erde und Steine versandet. Diese Ablagerungen verhindern derzeit den Austritt des Wassers. Gleichzeitig reichen die wenigen Niederschläge in Trockenperioden nicht aus, um eine natürliche Regeneration des Quellbereichs zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht daher die schrittweise Entfernung der abgelagerten Materialien, bis der Bereich erreicht ist, an dem das Wasser ursprünglich an die Oberfläche trat. Zusätzlich ist vorgesehen, die Quelle durch eine umlaufende Steinstruktur zu schützen, um künftige Einspülungen von Erde zu vermeiden und den sensiblen Bereich dauerhaft zu sichern.
Konkrete Arbeiten rund um die Quelle
Beauftragt wurde das Projekt vom Service für Bau und Maschinenwesen des Cabildo. Die Umsetzung erfolgt über das öffentliche Unternehmen Gesplan im Rahmen des Umweltprogramms „Fuerteventura, bonita por naturaleza“. Die Arbeiten finden im Bereich der Montaña de Manitaga statt, von der die Quelle ihren Namen hat. Der Zugang ist ausschließlich zu Fuß möglich, weshalb auch begleitende Maßnahmen vorgesehen sind.
Bereits begonnen wurde mit der Instandsetzung des historischen Wanderweges, der verschiedene landwirtschaftlich und landschaftlich relevante Punkte miteinander verbindet. Darüber hinaus werden rund 290 Meter bestehender Trockensteinmauern repariert. Dabei werden eingestürzte Mauerabschnitte neu aufgesetzt und die oberen Bereiche der Mauern mit ortstypischem Stein neu profiliert.
Parallel dazu werden die Trockensteinmauern der Gavias und Nateros im Umfeld der Quelle saniert. Ergänzend entsteht im oberen Bereich des Barrancos ein kleiner Ruheplatz für Besucher. In diesem Bereich werden lose Steine entfernt, der Boden eingeebnet, von Erosionsrinnen betroffene Flächen stabilisiert. Diese Arbeiten erstrecken sich auf eine Fläche von rund 140 Quadratmetern.
Zum Abschluss der Maßnahmen ist vorgesehen, eine kleine Schutzkonstruktion aus Stein im Bereich der Quelle zu errichten, um den Wasseraustritt dauerhaft zu sichern.
Mit der Wiederherstellung der Quelle von Manitaga wollen Cabildo und Gemeinde Tuineje den Erhalt traditioneller Wasserlandschaften stärken und einen weiteren Beitrag zur nachhaltigen Pflege des Natur- und Kulturerbes auf Fuerteventura leisten. Das Barranco de Manitaga befindet sich nordöstlich der Ortschaft Tuineje.
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