Streik der Busfahrer im Gelegenheitsverkehr auf Fuerteventura vorerst abgewendet

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Der unbefristete Streik der Belegschaft des Busunternehmens ALSA auf Fuerteventura ist vorerst vom Tisch, nachdem am 26. Februar 2026 eine Einigung mit der Unternehmensleitung erzielt werden konnte. Dies gab die Arbeitnehmervertretung bekannt.

Der Streik war von den Beschäftigten des Betriebs in Zurita im Gemeindegebiet von Puerto del Rosario für den 02. März 2026 angekündigt worden. Hauptgründe für den Streik, der den sogenannten Gelegenheitsverkehr betroffen hätte, waren „endlose“ Arbeitstage, hoher Druck auf die Arbeitnehmer sowie mutmaßliche Mängel an den eingesetzten Fahrzeugen.

In der Streikankündigung war unter anderem von noch nicht behobenen Defekten, deaktivierten Fahrerassistenzsystemen und in einzelnen Fällen von abgelaufenen technischen Prüfungen (ITV = spanischer TÜV) die Rede.

Spezifische Kommission zur Prüfung von Missständen

Nach Angaben der Arbeitnehmervertretung sieht die erzielte Vereinbarung die Einrichtung einer „Comisión Específica“, also einer spezifischen Kommission, vor. Dieses Gremium soll sich aus Vertretern der Belegschaft und der Unternehmensleitung zusammensetzen. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Analyse möglicher Fälle von Diskriminierung sowie die Überprüfung des Zustands der Fahrzeugflotte.

Darüber hinaus habe sich der Geschäftsführer verpflichtet, eine direkte Kommunikation mit der Arbeitnehmervertretung aufrechtzuerhalten, um bei auftretenden Problemen rasche Lösungen zu ermöglichen.

Nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter geht die Vereinbarung nur auf die Minimalforderungen ein. Dennoch habe man beschlossen, den Streikaufruf zurückzunehmen und dem Unternehmen einen Vertrauensvorschuss für die Umsetzung der zugesagten Verbesserungen zu gewähren. Gleichzeitig behält sich die Belegschaft ausdrücklich das Recht vor, die Mobilisierungen wieder aufzunehmen, falls sich die Situation nicht zufriedenstellend entwickelt.

Teil der Belegschaft vom Abkommen ausgeschlossen

Das Abkommen schließt jedoch einen Teil der Beschäftigten ausdrücklich aus. Betroffen sind VTC-Fahrer, Reinigungspersonal, Verwaltungskräfte sowie Werkstattmitarbeiter. Die Arbeitnehmervertretung äußerte ihre Ablehnung gegenüber diesem Ausschluss, verwies jedoch darauf, dass die Haltung des Unternehmens den Verhandlungsspielraum erheblich eingeschränkt habe. Nach Angaben der Vertreter sei in Aussicht gestellt worden, für diese Gruppen sowohl kollektive als auch individuelle Vereinbarungen zu treffen.

Im Hinblick auf die Fahrzeugflotte erinnerte die Arbeitnehmervertretung daran, dass sich der Zustand der Fahrzeuge bereits bei der Übernahme der „Grupo 1844“ durch die ALSA-Gruppe als mangelhaft dargestellt habe. Zwar habe es anfänglich einen spürbaren Einsatz zur Verbesserung gegeben; dieser habe jedoch im Laufe der Zeit nachgelassen.

In der aktuellen Mitteilung wird die Erwartung geäußert, dass diese Bemühungen wieder intensiviert werden, um einen optimalen Zustand der Fahrzeuge sicherzustellen.

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