Über 1000 Drohneneinsätze für mehr Sicherheit an den Stränden im Norden von Fuerteventura

Drohne-Rettung-La-Oliva

Die kanarische Regierung hat im Parlamentsausschuss eine erste Bilanz des Drohnenservices zur Überwachung von Badezonen in der Gemeinde La Oliva auf Fuerteventura vorgestellt. Die Initiative soll Prävention und Reaktionsfähigkeit bei Notfällen an der Küste stärken.

Der Regierungsrat in der kanarischen Regierung für Raumordnung, Manuel Miranda, erklärte, dass seit der Einführung im Juli 2025 bis zum 15.02.2026 insgesamt 1.026 Drohnenflüge durchgeführt wurden.

Davon entfielen 692 auf präventive Strandüberwachung mit einer durchschnittlichen Einsatzdauer von rund zehn Minuten. Weitere 91 Flüge dienten der Unterstützung, meist auf Anfrage des Strandrettungsdienstes von La Oliva, mit einer durchschnittlichen Dauer von elf Minuten. Hinzu kamen 30 Rettungseinsätze am Strand, bei denen kein Rettungsmittel abgeworfen werden musste, diese dauerten im Schnitt etwa sechs Minuten.

Miranda betonte, dass der Dienst Teil der Strategie der kanarischen Regierung sei, die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken im Archipel zu senken. Die Kanaren gehören in diesem Bereich zu den Regionen Spaniens mit besonders hohen Opferzahlen. Zugleich seien die Inseln das einzige Gebiet Europas mit Hochsaison an allen 365 Tagen des Jahres, weshalb die Küsten das ganze Jahr über von Badegästen frequentiert würden und zusätzliche Maßnahmen zur Prävention und beim Notfallmanagement erforderlich seien.

Zusammenarbeit mit Experten und neue Kampagnen

Nach Angaben des Regierungsrates arbeitet die zuständige Behörde eng mit Branchenvertretern und Fachleuten für Wassersicherheit zusammen, darunter der Verein „Canarias 1.500 kilómetros de costa“ und Asocan. Gemeinsam werden öffentliche Strategien entwickelt, um die Zahl der Unglücke zu verringern. Dazu zählen Aufklärungskampagnen, deren Ausgabe für 2026 bereits vorbereitet wird, sowie Ausbildungsprogramme in Schulen.

Parallel dazu werden Maßnahmen mit dem Tourismussektor koordiniert, die sich gezielt an Besucher der Inseln richten. In diesem Zusammenhang wurden präventive Sicherheitshinweise bereits in mehrere Sprachen übersetzt, dieser Prozess ist derzeit im Gange.

La Oliva für Pilotprojekt ausgewählt

Die Gemeinde La Oliva wurde für das Pilotprojekt ausgewählt, weil dort zwei wichtige Faktoren zusammentreffen: viele Kilometer an Stränden und diverse überdurchschnittlich gefährliche Strandabschnitte. In den Jahren 2023, 2024 und 2025 wurden an den Stränden der Gemeinde insgesamt elf Todesfälle registriert.

Die eingesetzte Drohne verfügt laut Miranda über mehrere technische Systeme, die ihre Wirksamkeit erhöhen.

Sie besitzt eine Mehrfachkamera zur Überwachung eines Radius von bis zu einem Kilometer rund um ihre Position. Außerdem kann sie per Koordinaten Objekte oder Personen im Meer in einer Entfernung von bis zu 1.500 Metern lokalisieren und deren Bewegung verfolgen. Sie kann zwei Rettungsmittel abwerfen, die sich beim Kontakt mit Wasser selbst aufblasen. Zusätzlich verfügt das Gerät über einen integrierten Lautsprecher, über den präventive Hinweise oder Anweisungen während einer Rettung gegeben werden können.

Logistik im Technologiepark auf Fuerteventura

Die operative Basis des Dienstes befindet sich in unmittelbarer Strandnähe innerhalb der Gemeinde, während das Logistikzentrum liegt im Parque Tecnológico de Fuerteventura (Technologiepark) untergebracht ist. Neben der Überwachung von Badezonen kann das System bei Befarf auch bei anderen Notfällen aktiviert werden.

Miranda hob hervor, dass der Parque Tecnológico de Fuerteventura nicht nur das Logistikzentrum beherbergt, sondern auch Forschung und Innovation im Bereich unbemannter Fluggeräte für Prävention und Notfallmanagement vorantreibt. Damit positioniere sich der Archipel sowohl national als auch international als Referenz in diesem Bereich.
Die kanarischen Regierung will die Ergebnisse des Pilotprojekts weiter auswerten, um den Einsatz zu festigen und gegebenenfalls auf weitere Küstenabschnitte der Kanaren auszuweiten. Ziel bleibt es, die Sicherheit in den Badezonen des Archipels nachhaltig zu verbessern.

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