Nach großem Erfolg: Drohnenprojekt für mehr Strandsicherheit auf Fuerteventura verlängert

Drohne-Rettung-La-Oliva

Das Pilotprojekt zum Einsatz von Drohnen zur Verbesserung der Sicherheit an den Stränden der Gemeinde La Oliva auf Fuerteventura hat bereits mehr als 1.000 Einsätze erreicht. Nach Angaben der zuständigen Betreiberfirma wurden seit dem Start des Projekts im Juli 2025 insgesamt 1.071 Flüge durchgeführt, die insgesamt 176 Einsatzstunden umfassen.

Die Bilanz der ersten acht Monate des Projekts ist so positiv, das der zuständige Regierungsrat in der kanarischen Regierung, Manuel Miranda, ankündigte, dass der Dienst um ein weiteres Jahr verlängert wird. Die Verlängerung soll bis Juli 2027 gelten. Als Grund nannte Miranda die sehr positive Bewertung durch die Betreiber und Einsatzkräfte im Bereich des Katastrophenschutzes auf Fuerteventura.

Überwachung, Rettung und Personensuche

Die Techniker des Unternehmens, das die Drohnen auf Fuerteventura betreibt erklärten, dass zwischen Juli 2025 und Februar 2026 insgesamt 724 Überwachungsflüge durchgeführt wurden. Weitere 91 Einsätze dienten der Unterstützung der Rettungsschwimmer. Darüber hinaus beteiligte sich der Dienst an zehn Suchaktionen nach vermissten Personen und führte insgesamt 31 Rettungsmaßnahmen an Stränden durch.

Das System wird von dem Unternehmen Aeromedia UAV betrieben. Dabei ist täglich zwischen 10.00 Uhr und 20.00 Uhr eine Drohne im Einsatz, und zwar an sieben Tagen pro Woche. Die Drohne hat eine Mehrfachkamera zur Überwachung eines Radius von bis zu einem Kilometer rund um ihre Position. Außerdem kann sie per Koordinaten Objekte oder Personen im Meer in einer Entfernung von bis zu 1.500 Metern lokalisieren und deren Bewegung verfolgen. Zusätzlich verfügt sie über ein Lautsprechersystem, über das Hinweise und Warnungen direkt an Badegäste übermittelt werden können.

Gesteuert wird das Gerät von zwei Piloten. So wird sichergestellt, dass der Betrieb ohne Unterbrechung erfolgen kann.

Basis in La Oliva, Einsätze auf der ganzen Insel

Der Dienst ist grundsätzlich auf der gesamten Insel verfügbar. Die operative Basis befindet sich jedoch am in unmittelbarer Strandnähe in der Gemeinde La Oliva. Zusätzlich existiert ein logistisches Zentrum im Technologiepark von Fuerteventura. Vorrangige Einsatzgebiete sind neben den Stränden von Corralejo auch die Küstenbereiche von El Cotillo. Die Gemeinde La Oliva wurde für das Pilotprojekt ausgewählt, weil dort zwei wichtige Faktoren zusammentreffen: viele Kilometer an Stränden und diverse überdurchschnittlich gefährliche Strandabschnitte.

Manuel Miranda erklärte, dass der Einsatz neuer Technologien eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung des öffentlichen Notfallsystems auf den Kanarischen Inseln spiele. Dieser Modernisierungsprozess habe bereits begonnen und solle in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem neue Einheiten zur Risikoanalyse, die Einrichtung der Kanarischen Notfallagentur Agencia Canaria de Emergencias sowie ein zukünftiges Gesetz zum Katastrophenschutz, Ley de Protección Civil, das ausdrücklich auch die Koordination der Sicherheit an den Küsten regeln soll.

Positive Bewertung durch Gemeinde und Cabildo

Der Bürgermeister der Gemeinde La Oliva, Isaí Blanco, begrüßte die Verlängerung des Projekts. Nach dem erfolgreichen ersten Zeitraum der Unterstützung für die Sicherheit an der Küste der Gemeinde sei es sehr positiv, dass das Vorhaben um ein weiteres Jahr verlängert werde. Dadurch könne sich das Projekt weiterentwickeln und gleichzeitig der maritime Rettungsdienst gestärkt werden.

Auch der Regierungsrat des Cabildo von Fuerteventura (Inselregierung), Adargoma Hernández, bewertete die Ergebnisse des Projekts positiv. Er dankte der kanarischen Regierung dafür, dass sie Fuerteventura für die Umsetzung dieses Pilotprojekts ausgewählt habe. Fuerteventura verfüge über viele Kilometer Küste und über touristische Zentren von großer Bedeutung. Das Drohnensystem sei daher ein wichtiges ergänzendes Instrument zu den bestehenden Rettungsdiensten der Gemeinden und erhöhe sowohl die Reaktionsfähigkeit bei Zwischenfällen als auch die Sicherheit an den Stränden der Insel.

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