Die Meinungen über die auf Fuerteventura immer zahlreicher werdenden Wohnmobile gehen in der öffentlichen Diskussion weit auseinander
Die Partido Popular (PP), Oppositionspartei in der Gemeinde in La Oliva, hat am 25.03.2026 erneut die Gemeinderegierungskoalition aufgefordert, ein Bezahlsystem für die Entnahme von Frischwasser an der Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile in El Cotillo einzuführen. Man habe diese Maßnahme bereits in früheren Gemeinderatssitzungen vorgeschlagen; bislang sei jedoch keine Lösung umgesetzt worden.
Die Vertreter der Partido Popular betonen, dass dieser Bereich einen wichtigen Service für Besucher und für die touristische Aktivität der Gemeinde bietet. Gleichzeitig warnen sie jedoch davor, dass die derzeitige Situation ohne Kontrolle und ohne wirtschaftliche Gegenleistung zu Problemen bei Wartung und Instandhaltung führe und zusätzliche Kosten für den Gemeindehaushalt verursache.
Kosten für Wasser, Wartung und Reinigung
Die Gemeinderätin der Partido Popular in La Oliva, Nereida Rodríguez, erklärte dazu, öffentliche Dienstleistungen müssten verantwortungsvoll verwaltet werden. „Wasser, Wartung und Reinigung sind für die Gemeinde nicht kostenlos. Wenn wir wollen, dass dieser Service gut funktioniert und langfristig erhalten bleibt, ist es notwendig, ein geregeltes Bezahlsystem einzuführen“, so Rodríguez.
Nach Ansicht der PP gehe es bei diesem Vorschlag nicht darum, die Nutzung des Bereichs einzuschränken. Vielmehr solle die Maßnahme dazu beitragen, die Nachhaltigkeit des Angebots sicherzustellen, missbräuchliche Nutzung zu vermeiden und zu gewährleisten, dass die Anlagen dauerhaft in einem angemessenen Zustand bleiben.
PP sieht im Wohnmobiltourismus einen wichtigen Wirtschaftsfaktor
Die Partei hebt zudem hervor, dass der Wohnmobiltourismus einen Besuchertyp darstellt, der zur lokalen Wirtschaft beiträgt und Orte wie El Cotillo das ganze Jahr über belebt. Aus diesem Grund sei es aus Sicht der Partido Popular wichtig, weiterhin auf diese Form des Tourismus zu setzen.
Der Sprecher der Partido Popular in La Oliva, José Vicente Calero, erklärte in diesem Zusammenhang, man wolle, dass diese Art von Tourismus weiterhin in die Gemeinde komme, jedoch mit qualitativ hochwertigen und gut organisierten Dienstleistungen. „Dafür ist es entscheidend, dass es zumindest eine minimale Regulierung in wichtigen Bereichen wie dem Wasserverbrauch oder der Nutzung der Einrichtungen gibt“, so Calero.
Nach Ansicht der Partido Popular könnte eine angemessene Gebühr für die Nutzung der Wasserstelle dazu beitragen, die Wartung des Systems zu gewährleisten, unkontrollierte Nutzung zu vermeiden und die Kosten zu senken, die derzeit von der Gemeinde getragen werden. Die Partei fordert die Regierungskoalition deshalb auf, ein solches System kurzfristig einzuführen und damit eine grundlegende Maßnahme für einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Ressourcen umzusetzen.
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