In einer globalisierten Wirtschaft wirken sich geopolitische Ereignisse zwangsläufig auch auf die Wirtschaftslage auf den Kanaren und natürlich auch auf Fuerteventura aus. Das gilt ohne Zweifel auch für den Krieg der USA und Israels gegen den Iran.
Schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Kanaren oft von Konflikten und Krisen profitieren. Dieses Muster könnte sich jetzt wiederholen. Doch auch negative Wirkungen sind zu befürchten.
Steigende Nachfrage nach sichereren Urlaubszielen
Fuerteventura und die Kanaren sind eine extrem sichere Urlaubsregion, während Dubai und die Arabischen Emirate den Nimbus der absoluten Sicherheit in dem Moment verloren haben, in dem Trümmerteile von abgeschossenen iranischen Drohnen Hotels in Brand gesteckt haben bzw. in der Nähe eines Kreuzfahrtschiffes eingeschlagen sind.
Die Nachrichten von schleppenden Evakuierungen aus der Region und Zehntausende vor Urlaubern, die nur noch dort weg wollen, werden dazu führen, dass sich Urlauber, zumindest für eine gewisse Zeit, nach alternativen, sicheren Zielen umsehen. Viele werden sich, wie schon so oft in der Vergangenheit, für die Kanaren entscheiden.
Die steigende Nachfrage dürfte den ohnehin schon bestehenden Trend zu steigenden Preisen weiter befeuern.
Steigende Treibstoff- und Transportkosten
Zum Nachfrage-Preis-Effekt kommt der stark gestiegene Ölpreis. Das führt dazu, dass Fliegen teurer wird. Außerdem melden Unternehmen auf Fuerteventura jetzt schon, dass die Frachtkosten für den Seetransport von Gütern schon jetzt spürbar steigen. Insbesondere auf Inseln wie Fuerteventura, die praktisch ausschließlich auf dem Seeweg versorgt werden, führt das unvermeidlich zu steigenden Preisen in allen Bereichen, also auch bei Lebensmitteln und anderen Waren des täglichen Bedarfs. Folglich werden auch die Hotels ihre Preise aufgrund von steigenden Kosten anpassen müssen.
Wenn die Kosten steigen, aber auch gleichzeitig die Nachfrage steigt, ist es wahrscheinlich, dass die Unternehmen auf Fuerteventura die steigenden Kosten durch höhere Preise kompensieren oder sogar überkompensieren können. Die Unternehmensgewinne könnten steigen; gleichzeitig könnten aber die Lebenshaltungskosten für die Bevölkerung ebenfalls steigen, ohne dass steigende Reallöhne diesen Effekt kurzfristig ausgleichen könnten.
Der vermeintliche Vorteil durch eine Krise in einem weit entfernten Teil der Welt könnte auf den Kanaren also die sozialen Spannungen weiter fördern.
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