17 Jahre Haft für den Mörder von Daniel Moreno

Die zweite Kammer des Berufungsgerichts in Las Palmas hat den Mörder des 26 Jahre alten Daniel Moreno nun zu 17 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der Täter soll aus Eifersucht gehandelt haben, da er und sein Opfer eine Beziehung mit derselben Frau geführt hatten. Neben der Haftstrafe und einer Entschädigungszahlung in Höhe von 240.000 Euro wurde außerdem ein 20-jähriges Einreiseverbot nach Fuerteventura sowie nach Talavera de la Reina, der Heimatstadt des Verstorbenen, ausgesprochen.

Im Laufe der Verhandlung in der Inselhauptstadt Gran Canarias wurde bekannt, dass der Angreifer zwischen Juni 2014 und Februar 2015 eine Affäre mit der Freundin seines Opfers hatte. Als diese die Beziehung Anfang März jedoch für beendet erklärt hatte, machte er sich am nächsten Tag zu seinem Gegenbuhler auf und wartete vor dessen Arbeitsplatz, einem Hotel in Esquinzo.

Vor Gericht wurde eine klare Mordabsicht des Täters hervorgehoben, da dieser an einem wenig frequentierten und schwach beleuchteten Ort auf sein Opfer wartete, um es anschließend völlig unvorbereitet anzugreifen.

Als der junge Kellner gegen 21:00 Uhr zu seinem Parkplatz unterwegs war, kam es zu einem kurzen Wortwechsel, bevor er in sein Auto stieg und im nächsten Moment mit mehreren Messerstichen in Hals, Brust, Schulter und Beine auf brutale Weise zugerichtet wurde. Schwer verletzt versuchte er noch Hilfe aus dem Hotel zu holen, wurde jedoch von seinem Angreifer daran gehindert und in einer dunklen Straßenecke liegengelassen, wo er schließlich verblutete. Der Täter entwendete daraufhin noch die Brieftasche des Opfers und entsorgte diese in der Nähe.

Nur wenige Tage nach der Tat konnte der Mörder festgenommen werden und saß seitdem in Untersuchungshaft. In seiner Zelle schrieb er den Eltern des Opfers einen Brief, in dem er die Familie um Verzeihung bittet und sich selbst fragt, wie er „seinen eigenen Freund“ töten konnte.

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