Las Rotondas: Teil-Abriss möglicherweise abgewendet

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Das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts von Las Palmas könnte den drohenden Teilabriss des Shopping-Centers Las Rotondas in Puerto del Rosario ausbremsen. Dies zumindest schließt die Regierungskoalition aus PSOE und Coalición Canaria aus dem Beschluss, der der Gemeinde am 04.04.2019 zugestellt wurde.

Die Unregelmäßigkeiten bei der Genehmigung des wohl bedeutendsten Einkaufszentrums auf Fuerteventura beschäftigen bereits seit mehr als 12 Jahren die Gerichte. Bei den planungsrechtlichen Beschlüssen des Gemeinderats in Bezug auf das betroffene Grundstück ist wohl einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen.

Dies hat letztlich dazu geführt, dass in 2002 die Baugenehmigung auf Grundlage einer Stadtplanung erteilt wurde, die ihrerseits gesetzeswidrig war. Folglich hatten verschiedene Gerichtsurteile sowohl die Baugenehmigung als auch die ihr zugrunde liegende Stadtplanung annulliert.

zwei Drittel der Fläche des Rotondas hätten abgerissen werden müssen

Laut eines Urteils des Höheren Kanarischen Gerichts aus dem Jahr 2008 übertrifft die tatsächliche bebaute Fläche mit ihren rund 47.000m² die maximal genehmigungsfähige Fläche von rund 14.000m² um ca. 33.000m². Diese 33.000 überschüssigen Quadratmeter hätten laut Urteil abgerissen werden müssen, was die Vollstreckung des Urteils technisch praktisch unmöglich machte. Außerdem hätte die Gemeinde den Bauherren womöglich für jeden einzelnen dieser 33.000m² mit rund 1.800€, also fast 60 Mio. Euro, entschädigen müssen. Diese Frage war allerdings juristisch noch nicht geklärt.

Das „Las Rotondas“ ist mittlerweile vollständig in das Stadtbild integriert und wird von den Bürgern der ganzen Insel gut angenommen. Es ist durchaus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Puerto del Rosario und Fuerteventura und bietet vielen Menschen einen Arbeitsplatz. Deshalb wollte sicher kaum jemand ernsthaft, dass es durch einen Teilabriss einen Todesstoß erleiden würde.

Die Gemeinde war seit dem Abriss-Urteil allen Anforderungen des Gerichts zur Einreichung einer Abrissplanung form- und fristgerecht nachgekommen. Allerdings hat sie offenbar parallel dazu mit dem Eigentümer planungsrechtliche Alternativen aushandeln können, die den Anforderungen des Gerichts genügten. Demnach soll wohl ein Teil der Fläche des Shopping Centers öffentlichen Einrichtungen zugute kommen.

2 Kommentare

  1. Das hat schon seinen Grund:
    Da könnte ja jeder kommen, und was sinnvolles bauen wollen, das auch von den Bürgern gut angenommen wird.
    Und ohne dass er die Mischpoke schmiert, die hier nach wie vor das Sagen hat.
    Da muss von den “Amtsträgern” umgehend ein Exempel statuiert werden.

  2. wie viel wahnsinn muss noch passieren, weil früher alles anders war..wie viel geld soll noch verschleudert werden? es ist doch gut so wie es ist…viele menschen haben einen arbeitsplatz und ihr auskommen….mit dem einkommen..ich liebe diese insel und das drumrum…aber ich erschrecke vor dem dem was passiert…und frage mich des öfteren ist es wirklich noch meine insel? auf der ich den rest meines lebens verbringen möchte?!?

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