Nach Corona-Ausbruch an Bord: AIDANOVA bricht Neujahrsreise ab und kommt nicht nach Fuerteventura

Aidanova Fuerteventura

Eigentlich hätte das Kreuzfahrtschiff AIDANOVA im Rahmen ihrer Silvesterreise auch die Kanaren einschließlich Fuerteventura und Lanzarote ansteuern sollen. Doch ein Corona-Ausbruch unter den Mitgliedern der Besatzung zwang die Reederei dazu, die Reise vorzeitig abzubrechen.

Die rund 3.000 Passagiere mussten das gerade erst in den Dienst gestellte Kreuzfahrtschiff in Lissabon vorzeitig verlassen. Die portugiesischen Behörden hatten die Weiterfahrt zunächst untersagt, nachdem mehrere Crew-Mitglieder positiv getestet worden waren.

Ein Auslaufen nach Madeira, um das Silvesterfeuerwerk von Funchal vom Meer aus zu beobachten, war somit ebenfalls nicht möglich, was dafür sorgte, dass die Stimmung an Bord immer mehr umschlug und letztlich sehr gereizt war. Berichten von Bord zufolge musste der Kapitän die Gäste in Durchsagen dazu auffordern, Ruhe zu bewahren und sich dem Personal gegenüber höflich zu verhalten.

Obwohl die portugiesischen Behörden letztlich die Weiterfahrt genehmigt hatte, entschied sich die Reederei zum Abbruch der Kanarenkreuzfahrt. Offenbar befanden sich unter dem infizierten Personal wohl auch Crewmitglieder, die für eine Weiterreise unverzichtbar waren, und für die auf die Schnelle kein Ersatz zu organisieren war.

Die Reederei bat die Passagiere um Verständnis. Man habe die Entscheidung im Interesse der Sicherheit der Passagiere und der Crew getroffen.

Bevor die Passagiere das Schiff für die Heimreise verlassen durften, wurden sie alle getestet.

Anfänglich wurde berichtet, dass 52 der insgesamt 1.353 Besatzungsmitglieder bei Routinetests positiv getestet wurden. Die infizierten Personen wurden in Hotels in Lissabon isoliert.

Nach jüngsten Informationen ist die Zahl der infizierten Personen auf 68 angestiegen. Alle betroffenen sollen asymptomatisch sein oder allenfalls leichte Symptome aufweisen. 12 jüngst positiv getestete Personen, darunter 4 Passagiere müssen aus Sicherheitsgründen zunächst an Bord bleiben.

Als der Ausbruch unter der Crew bei den Passagieren bekannt wurde, wollte einige noch vor der der Entscheidung zum Abbruch auf eigene Faust von Bord gehen und die Heimreise antreten. Offenbar waren die Passagiere in Sorge, dass sie eine Quarantäne an Bord verbringen müssten.

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3 Kommentare

  1. ..dem Kommentar von Herrn Piepenbreier kann ich nur beipflichten. Obwohl meine Frau und ich leidenschaftliche Reisende und auch Anhänger von Schiffsreisen sind, gehe ich unter der anhaltenden, völlig unvorhersehbaren „Corona-Situation“ weder die Risiken einer Flug- noch einer Schiffsreise ein. Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden, aber nach unzähligen „Weltreisen“ in mittlerweile 69 Länder, davon 19 Schiffsreisen, behaupte ich mal, mich in Sachen Risiken beim Reisen halbwegs auszukennen. Allerdings würde ich auch ohne Corona-Risiken solch einen (treffend formuliert) schwimmenden Häuserblock mit 3000 Gästen nicht betreten. Wir hatten 1x aus Neugier einen 2000-Gäste-Dampfer gebucht und es bleibt für mich unerklärlich, was die Menschen veranlasst, für vergleichsweise viel Geld ihren Urlaub auf solchen hässlichen anonymen Massenbeförderungsmitteln zu verbringen, zumal es Alternativen gäbe; kleine, noch „richtige“ Schiffe mit familiärem und in der Regel stilvollerem Ambiente; die entgegen oftmaligen Behauptungen nicht nennenswert teurer sind. Aber auch das ist halt Geschmackdache und so mancher mag vermutlich auch im Urlaub sein gewohntes Großstadtmilieu nicht vermissen und braucht eben ein paar tausend Mitreisende in der Anonymität auf engstem Raum…

  2. Wer in Pandemiezeiten in so einen schwimmenden Plattenbau einzieht, kennt sein Risiko und nimmt es bewusst in Kauf. Verständnis kann ich für so ein Verhalten nicht aufbringen.

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