Die Guardia Civil hat in Corralejo im Norden von Fuerteventura eine Wohnung ausgehoben, in der Drogen verkauf und konsumiert wurden. An dem Einsatz mit dem Namen „Operation Anzuelo“ waren mehr als 30 Beamte beteiligt. Der Einsatz endete mit der Festnahme einer Person, der Drogenhandel in kleinem Umfang sowie wegen Hehlerei zur Last gelegt werden.
Ermittlungen seit September 2025
Die Ermittlungen begannen im September 2025, nachdem sich Beschwerden von Anwohnern im Viertel über die mutmaßlichen Drogenverkaufsstelle gehäuft hatten.
Die Guardia Civil führte Beobachtungs- und Überwachungsmaßnahmen durch.
Dabei stellten sie vor dem Hauseingang einen ständiges Kommen und Gehen fest. Zahlreiche Personen waren den Beamten bereits wegen kleinerer Straftaten und regelmäßigen Drogenkonsums bekannt.
Im Verlauf der Ermittlungen bestätigte sich der Verdacht, dass in der Wohnung Drogen gehandelt wurden. Hauptsächlich handelte es sich um Kokainbase, die mit anderen Substanzen vermischt wurde, um Crack herzustellen. Zudem wurde beobachtet, dass einige Drogenabhängige mit mutmaßlich aus lokalen Geschäften gestohlenen Gegenständen erschienen, um diese gegen Drogen einzutauschen. Damit erhärtete sich auch der Verdacht der Hehlerei.
Durchsuchung am 22.01.2026
Da die Drogen innerhalb der Wohnung zubereitet und konsumiert wurden, war ein Einschreiten im öffentlichen Raum erschwert. Nach Vorlage ausreichender Beweise genehmigte das zuständige Gericht am 22.01.2026 die Durchsuchung der Wohnung. Der Einsatz fand mit einem Großaufgebot von Guardia Civil Beamten zwischen 10:00 und 14:00 Uhr statt.
Bei der Durchsuchung stellten die Beamten zahlreiche Beweisstücke sicher, darunter Reste zur Herstellung von Crack, Präzisionswaagen, Streckmittel und zugeschnittene Kunststoffteile für einzelne Dosen. Zudem wurden Haschisch, verkaufsfertiges Crack und weitere Substanzen gefunden, die noch analysiert werden.
Sichergestellte Gegenstände und Unterstützungseinheiten
Weiterhin wurden zahlreiche Gegenstände mutmaßlich illegaler Herkunft sichergestellt, darunter mehr als 30 Parfüms, eine hochwertige Armbanduhr, Mobiltelefone, Tablets, Kleidung und Schmuck, teils noch mit Etiketten und Warensicherungssystemen.
Außerdem fanden die Beamten eine täuschend echt aussehende Attrappe einer Pistole, die offen in der Wohnung lag und offenbar zur Einschüchterung der Konsumenten diente.
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