Fuerteventura: Baby nach Geburt im Auto dank Notruf gerettet

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Die Teleassistenz des Kanarischen Rettungsdienstes SUC (Servicio de Urgencias Canario) hat auf Fuerteventura dazu beigetragen, das Leben eines Neugeborenen zu retten. Das teilte die Gesundheitsbehörde der kanarischen Regierung am 16. Juni 2026 mit.

Eine 29-jährige Frau brachte ihr Kind während der Fahrt zum Krankenhaus auf einer Straße in Puerto del Rosario zur Welt. Nach der Geburt bemerkten die Eltern, dass das Mädchen weder atmete noch weinte. Daraufhin setzten sie einen Notruf beim Koordinierungszentrum für Notfälle und Sicherheit CECOES 112 (Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad) ab.

Die Frau befand sich zu diesem Zeitpunkt in der 38. Schwangerschaftswoche. Die Geburt hatte plötzlich und unerwartet und daher ohne medizinische Betreuung eingesetzt.

Krankenpfleger des SUC leitete die Eltern an

Der Krankenpfleger des SUC, der den Notruf entgegennahm, blieb die gesamte Zeit mit den Eltern telefonisch verbunden. Er erklärte ihnen Schritt für Schritt, welche Maßnahmen sie ergreifen sollten.

Zunächst wurden die Eltern angewiesen, die Mundhöhle des Neugeborenen zu kontrollieren, um überschüssiges Fruchtwasser zu entfernen. Anschließend sollten sie das Baby auf den Bauch legen und den Rücken kräftig stimulieren.

Die Maßnahmen zeigten glücklicherweise sofort Wirkung. Das Mädchen reagierte unmittelbar mit einem kräftigen Schrei und begann selbständig zu atmen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde war die Mundhöhlenkontrolle notwendig, weil die Eltern im Fahrzeug nicht über die technischen Möglichkeiten verfügten, Flüssigkeit aus den Atemwegen abzusaugen. Ziel war es, die oberen Atemwege freizuhalten und die Atmung zu erleichtern.

Auch die Rückenstimulation dient bei Neugeborenen dazu, den Atemreflex auszulösen und die normale Atmung in Gang zu bringen.

Betreuung bis zur Ankunft im Krankenhaus

Nachdem das Kind wieder selbstständig atmete, blieben die medizinischen Koordinatoren des SUC weiterhin mit den Eltern in Kontakt. Sie gaben zusätzliche Hinweise, um das Wohlbefinden des Neugeborenen bis zur Ankunft im Krankenhaus sicherzustellen. Der frisch gebackene Papa war zum Glück in der Lage, Mutter und Kind selbst mit dem Auto weiter bis ins Krankenhaus zu bringen.

Gleichzeitig wurde das Krankenhaus über den Notfall informiert, damit die medizinischen Teams vorbereitet waren. Das SUC überwachte telefonisch außerdem den Zustand der Mutter und des Kindes während der weiteren Fahrt.

Nach der Ankunft in der Notaufnahme wurden Mutter und Tochter in gutem Allgemeinzustand aufgenommen.

Bedeutung der telefonischen Unterstützung hervorgehoben

Die Gesundheitsbehörde der kanarischen Regierung betonte die wichtige Rolle der Teleassistenz durch die Ärzte und Krankenpfleger des SUC. Die telefonische Unterstützung könne in Notfällen Leben retten und dazu beitragen, mögliche gesundheitliche Folgen zu verringern.

Zugleich erinnerte die Behörde daran, wie wichtig es in solchen Situationen ist, Ruhe zu bewahren und die Anweisungen der Rettungskräfte genau zu befolgen. Im aktuellen Fall auf Fuerteventura trug die schnelle telefonische Hilfe entscheidend dazu bei, dass das Neugeborene bereits wenige Augenblicke nach der Geburt wieder selbstständig atmete.

112 – DIE Notrufnummer für alle Fälle

Die Notrufnummer 112 ist auf Fuerteventura und den Kanaren die wichtigste Notrufnummer überhaupt. Hier werden alle Notfälle und letztlich auch alle Nothelfer koordiniert. Dabei ist es egal, ob es sich, wie im obigen Fall um einen medizinischen Notfall handelt, oder jemand z.B. Hilfe durch die Polizei oder die Feuerwehr benötigt.
Auch vor einer möglichen Sprachbarriere muss man sich nicht sorgen, bei der 112 spricht man neben spanisch auch englisch, deutsch, italienisch und französisch.

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