70 Millionen Euro für neuen Justizpalast auf Fuerteventura genehmigt

Präsentation-Justizpalast-Fuerteventura

Der seit Jahren geplante neue Justizpalast in Puerto del Rosario ist einen entscheidenden Schritt näher gerückt. Die kanarische Regierung hat mehrjährige Ausgaben in Höhe von 70.011.128 Euro für die Ausschreibung und den Bau des neuen Gerichtsgebäudes genehmigt. Dort sollen künftig die bislang auf mehrere Standorte verteilten Justizorgane der Inselhauptstadt unter einem Dach zusammengeführt werden.

Die kanarische Regierung gab die Genehmigung am 05.10.2026 bekannt. Das Verfahren wird von der Abteilung für Präsidentschaft, öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit der kanarischen Regierung noch im Jahr 2026 vorgezogen eingeleitet. Ziel ist es, mit dem Bau so schnell wie möglich zu beginnen.

Nach Vergabe des Auftrags und Beginn der Arbeiten ist eine Bauzeit von vier Jahren vorgesehen.

Vier Gerichtsstandorte sollen zusammengelegt werden

Der Neubau ist Teil der zweiten Phase des Infrastrukturplans für die Justizverwaltung auf den Kanarischen Inseln 2017 bis 2031 (Plan de Infraestructuras para la Administración de Justicia en Canarias 2017-2031). Dieser sieht Maßnahmen vor, um die vorhandene Justizinfrastruktur in den einzelnen Gerichtsbezirken besser zu organisieren und zu modernisieren.

In Puerto del Rosario besteht nach Angaben der kanarischen Regierung derzeit eine besonders hohe räumliche Zersplitterung. Die Justizorgane sind auf vier verschiedene Standorte verteilt. Dies erschwert sowohl die Arbeit der Justizverwaltung als auch den Service für die Bürger.

Hinzu kommt, dass an den bestehenden Standorten kaum Möglichkeiten für eine zukünftige Erweiterung vorhanden sind. Auch die weitere Anmietung geeigneter Räumlichkeiten gestaltet sich schwierig, da nur wenige Immobilien die besonderen Anforderungen der Justizverwaltung erfüllen.

Der neue Justizpalast soll deshalb ausreichend Platz bieten, um sämtliche Justizorgane des Gerichtsbezirks Puerto del Rosario an einem einzigen Standort unterzubringen.

Rund 21.000 Quadratmeter Nutzfläche auf sechs Etagen

Errichtet werden soll der Justizpalast auf einem rund 4.800 Quadratmeter großen Grundstück zwischen der Avenida Juan de Bethencourt sowie den Straßen Antonio Espinosa und Lucha Canaria. Das Grundstück wurde der kanarischen Regierung vom Cabildo von Fuerteventura für den Bau zur Verfügung gestellt.

Nach den bislang vorgestellten Planungen soll das Gebäude über rund 21.000 Quadratmeter Nutzfläche verfügen, verteilt auf sechs Etagen. Vorgesehen sind Räume für die verschiedenen Gerichte sowie für die weiteren Dienste, die für den Betrieb der Justizverwaltung erforderlich sind.

Das Ausführungsprojekt befindet sich nach Angaben der kanarischen Regierung derzeit in der abschließenden Prüfungsphase. Auf dieser Grundlage konnten die Haushaltsplanung und die Gesamtsumme von mehr als 70 Millionen Euro für die Ausschreibung festgelegt werden.

Bürgermeister spricht von entscheidendem Schritt

Der Bürgermeister von Puerto del Rosario, David de Vera, bezeichnete die Genehmigung der Mittel als entscheidenden Schritt für die Realisierung des Projekts.

„Wir sprechen von einer Investition von mehr als 70 Millionen Euro, die es ermöglichen wird, Puerto del Rosario und Fuerteventura mit einer modernen Infrastruktur auszustatten, die auf die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse zugeschnitten ist und der Bedeutung der Hauptstadt als Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum der Insel entspricht“, erklärte de Vera.

Der Bürgermeister hob außerdem die Zusammenarbeit zwischen der kanarischen Regierung, dem Cabildo von Fuerteventura und der Gemeinde Puerto del Rosario hervor. Diese Kooperation sei entscheidend gewesen, um Schwierigkeiten zu überwinden und das seit Jahren ausstehende Projekt voranzubringen.

Neubau soll auch Stadtentwicklung stärken

Auch die Gemeinderätin für Stadtplanung, Ana Hernández, verwies auf den technischen und administrativen Aufwand hinter dem Großprojekt. Der neue Justizpalast werde nicht nur die Arbeitsbedingungen und Dienstleistungen der Justiz deutlich verbessern, sondern sei auch für die städtebauliche Entwicklung und die Festigung der Rolle Puerto del Rosarios als Hauptstadt von Bedeutung.

Die Gemeinde werde weiterhin alle in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Verfahren unterstützen, damit das Projekt möglichst schnell umgesetzt werden könne.

Bürgermeister David de Vera betonte, dass es nicht allein um den Bau eines neuen Gebäudes gehe. Vielmehr solle ein wesentlicher öffentlicher Dienst auf Fuerteventura verbessert, die tägliche Arbeit der Justizmitarbeiter erleichtert und der Service für die Bürger komfortabler und effizienter gestaltet werden.

Mit der Genehmigung der mehr als 70 Millionen Euro ist die Finanzierung für die Ausschreibung des Projekts grundsätzlich vorbereitet. Als nächste entscheidende Schritte folgen das vorgezogene Vergabeverfahren, die Auftragsvergabe und anschließend der Beginn der auf vier Jahre veranschlagten Bauarbeiten.

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