Die “Flor de Sal” (“Salzblume”) aus den Salinen von El Carmen auf Fuerteventura ist zum besten Meersalz der Kanaren 2026 gekürt worden. Beim Offiziellen Wettbewerb für Meersalz Agrocanarias 2026 (Concurso Oficial de Sal Marina Agrocanarias 2026) erhielt das von Proasur Cultural Management hergestellte Produkt gleich mehrere der wichtigsten Auszeichnungen.
Die Flor de Sal aus Salinas del Carmen wurde als Bestes Meersalz der Kanaren 2026 (Mejor Sal Marina de Canarias 2026) ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt sie den Sonderpreis als Bestes ökologisches Meersalz der Kanaren 2026 (Mejor Sal Marina Ecológica de Canarias 2026) sowie eine große Goldmedaille. Damit wiederholt das Produkt die gleichen Auszeichnungen, die es bereits bei der vorherigen Ausgabe des Wettbewerbs erhalten hatte.
Außerdem gewann das Unternehmen mit seinem naturbelassenen Meersalz eine Goldmedaille in der Kategorie Sal Marina Virgen. Insgesamt gehen damit vier der neun beim Wettbewerb vergebenen Auszeichnungen nach Fuerteventura.
Neun Auszeichnungen für vier Kanareninseln
Der Wettbewerb wird von der kanarischen Regierung über das Kanarische Institut für Lebensmittelqualität (Instituto Canario de Calidad Agroalimentaria, ICCA) in Zusammenarbeit mit dem Cabildo von Lanzarote organisiert. Ziel ist es, die besten Meersalzproduktionen der Kanarischen Inseln auszuzeichnen und bekannter zu machen.
Den Sonderpreis für die beste Innovation, Gestaltung und Präsentation 2026 (Mejor Innovación, Imagen y Presentación 2026) erhielt die Flor de Sal der Salinas de Janubio auf Lanzarote. Sie wurde außerdem mit einer großen Goldmedaille ausgezeichnet.
Eine weitere große Goldmedaille ging in der Kategorie Sal Marina Virgen an die Salinas de Janubio. In der Kategorie Flor de Sal erhielten die Salinas de Fuencaliente auf La Palma und die Salinas de Bocacangrejo auf Gran Canaria jeweils eine Goldmedaille.
Neben den drei Sonderauszeichnungen vergab die Jury drei große Goldmedaillen und drei Goldmedaillen. Von insgesamt neun Auszeichnungen gingen vier nach Fuerteventura, drei nach Lanzarote sowie jeweils eine nach La Palma und Gran Canaria.
Zwölf Salze von sechs aktiven Salinen
Der kanarische Regierungsrat für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Ernährungssouveränität, Narvay Quintero, und der Direktor des ICCA, Luis Arráez Guadalupe, gaben die Entscheidung am 1. Oktober 2026 bekannt.
Der Wettbewerb hatte am 17. September 2026 auf der Islote de Fermina in Arrecife auf Lanzarote stattgefunden. Insgesamt nahmen zwölf Salze aus den derzeit sechs aktiven Salinen der Kanarischen Inseln teil. Drei dieser Salinen befinden sich auf Gran Canaria, jeweils eine auf Fuerteventura, La Palma und Lanzarote.
Die Salze wurden bei einer Blindverkostung von elf Spezialisten für die Analyse von Lebensmitteln bewertet. Im Mittelpunkt standen Aroma, Geschmack und Textur. Darüber hinaus flossen Farbe, Konsistenz und Körnung in die Bewertung ein.
Quintero hob hervor, dass sämtliche ausgezeichneten Produkte entweder eine große Goldmedaille oder eine Goldmedaille erhalten hätten. Dies zeige das hohe Qualitätsniveau der kanarischen Meersalze und die Arbeit der Menschen, die diese traditionelle Tätigkeit erhalten und weiterentwickeln.
Auf den Kanarischen Inseln werden nach Angaben der kanarischen Regierung mit traditionellen, über Generationen weitergegebenen Verfahren rund 2.700 Tonnen Meersalz produziert. Die Salinen seien Bestandteil des kulturellen Erbes und der Landschaft, zugleich stellten sie eine wirtschaftliche Tätigkeit dar. Viele Betriebe verbinden die traditionelle Salzgewinnung inzwischen mit Gastronomie, Tourismus und Informationsangeboten.
Salzgewinnung ohne Maschinen in Salinas del Carmen
Die Salinen von El Carmen (Salinas del Carmen) liegen an der Küste der Gemeinde Antigua und sind als Kulturgut (Bien de Interés Cultural, BIC) geschützt. Das dort gewonnene Salz natürlichen Ursprungs wird von Hand und mit traditionellen handwerklichen Verfahren geerntet.
Besonders ungewöhnlich ist die Gewinnung des Meerwassers. Die Wellen schlagen gegen die Felsen und erzeugen dabei einen Schaum mit hoher Salzkonzentration. Dieser sammelt sich im sogenannten Saltadero.
Anschließend gelangt das Meerwasser allein mithilfe von Gezeiten, Wind und Schwerkraft in die Verdunstungsbecken. Maschinen zum Pumpen des Wassers sind dafür nicht erforderlich. Sobald die geeigneten Bedingungen erreicht sind, leitet der Salzmeister das Wasser in die sogenannten Tajos. Dort sorgt die Sonne für die schrittweise Verdunstung, sodass sich das Salz am Boden ablagert.
Dieses traditionelle Verfahren wird seit Jahrhunderten angewandt. Die daraus gewonnene Flor de Sal ist leuchtend weiß und enthält neben Natriumchlorid Spurenelemente wie Magnesium, Zink und Calcium. Sie zeichnet sich laut Produktbeschreibung außerdem durch einen milden Geschmack ohne Bitterkeit und ohne trockenes Gefühl am Gaumen aus und enthält keine Zusatzstoffe.
Bis zur nächsten Ausgabe des Wettbewerbs dürfen die ausgezeichneten Unternehmen die entsprechenden Agrocanarias-Auszeichnungen auf den Verpackungen der prämierten Produkte verwenden. Die Etiketten und Verpackungen werden außerdem in den Einrichtungen des ICCA und bei dessen Werbeveranstaltungen präsentiert.
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