Anschaffen und anschließend sich dann ohne Wartung und Pflege selbst überlassen. Dieses Problem zeigt sich auf Fuerteventura immer wieder bei öffentlichen Einrichtungen. Ein aktuelles Beispiel sind die Fahrradständer in der Gemeinde La Oliva, die an verschiedenen Standorten deutliche Rostschäden und Verschleißerscheinungen aufweisen.
Die Partido Popular (PP) in La Oliva fordert die Gemeinde in einer Mitteilung vom 06.10.2026 auf, die betroffenen Fahrradständer zu überprüfen, zu reparieren oder gegebenenfalls auszutauschen.
„Wir können nicht von nachhaltiger Mobilität sprechen, solange wir unsere Einrichtungen in einem solchen Zustand halten“, kritisiert der PP-Gemeindesprecher José Vicente Calero. Neben der Förderung des Radverkehrs gehe es auch um das Erscheinungsbild einer touristisch geprägten Gemeinde wie La Oliva.
Fragwürdige Materialwahl und mangelnde Wartung
Die rostenden Fahrradständer werfen allerdings auch die Frage auf, ob bereits bei der Planung und Ausschreibung Fehler gemacht wurden. Gerade auf Fuerteventura müssen öffentliche Einrichtungen den besonderen klimatischen Bedingungen standhalten. Die salzhaltige Meeresluft beschleunigt die Korrosion ungeeigneter Metalle erheblich.
Werden bei der Beschaffung Materialien ohne ausreichenden Korrosionsschutz gewählt, sind Schäden und zusätzliche Kosten für Wartung und Ersatz nur eine Frage der Zeit. Aufgrund des Zustands der beanstandeten Fahrradständern könnte das auch hier der Fall gewesen sein.
Der Zustand der Anlagen zeigt jedenfalls, wie wichtig neben einer geeigneten Materialauswahl auch eine regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung öffentlicher Einrichtungen ist. Andernfalls wird aus einer Investition in nachhaltige Mobilität schnell ein weiteres Beispiel für den Verfall öffentlicher Infrastruktur auf Fuerteventura.
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