Guardia Civil verhaftet zwei Betrüger auf Fuerteventura

Die Guardia Civil hat am 19.05. zwei mutmaßliche Betrüger in Corralejo verhaftet. Die beiden Spanier im Alter von 30 und 44 Jahren haben in Corralejo in verschiedenen Geschäften Aushänge angebracht, mit denen sie vorgaben, Arbeitnehmer zu suchen.

Ihren Opfern, die sich auf die Stellenausschreibung gemeldet hatten, stellten sie sich als Personalchef und Sicherheitschef der Firma „Bay Bay“ vor, die auf Fuerteventura eine Kette von Diskotheken eröffnen wollte.

Den männlichen Bewerben stellten sie Jobs als Türsteher in Aussicht, die Frauen sollten als Reinigungskräfte engagiert werden. Die vermeintlichen zukünftigen Chefs erklärten den Bewerbern, dass sie für ihren Job eine Uniform tragen müssten. Mit der Begründung, dass manche Mitarbeiter nach kurzer Zeit das Unternehmen verlassen würden, ohne ihre Uniformen zurückzugeben, sollten die neuen Mitarbeiter die Uniformen käuflich erwerben. Die Geldbeträge zwischen 38 und 68€ sollten die Bewerber in einem verschlossenen Umschlag zusammen mit den Unterlagen, die für eine Anmeldung bei der Sozialversicherung erforderlich sind, bei den „Unternehmen“ einreichen.

Nachdem einige Betrogene die Polizei informiert hatten, gaben sich Ermittler der Kriminalpolizei in zivil als Arbeitssuchende aus, um die Tatverdächtigen zu überführen. Auch von den Beamten forderten die Betrüger das Geld für die Uniformen. Außerdem stellten sie sich unter falschem Namen vor. Die Untersuchungen der Beamten brachten zutage, dass das Unternehmen -wie erwartet- nicht existiert.

Um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, luden die mutmaßlichen Betrüger die Polizisten –wie auch die anderen Geschädigten- in den Bars und Restaurants, in den die Treffen stattfanden, zu einem Drink ein.

Die Tatverdächtigen wurden festgenommen und der Justiz überstellt. Die Zahl der Geschädigten beläuft sich auf 12 Personen auf Fuerteventura und 2 auf Lanzarote, von denen sich die Gauner den stolzen Betrag von 815€ erschwindelten.

Das Beispiel zeigt einmal mehr, dass es einfach dämlich ist zu glauben, dass man auf Fuerteventura von Straftaten dieser Art längerfristig leben könnte.

1 Kommentar

  1. Diese “Geschäftsidee” hätte man/frau
    auch in Deutschland gut umsetzen können.
    Es ist zwar eine Frechheit, abeitssuchende Menschen zu betrügen
    und abzuzocken, ich bin aber überzeugt
    davon, daß die beiden Gauner in
    Deutschland mehr als nur 12 Opfer
    gefunden hätten …

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