Schildkrötenprojekt verzeichnet Rekord bei Schlupfrate

Im Rahmen des Wiederansiedlungsprojekts der „Unechten Karettschildkröte“ sind in diesem Jahr aus 700 Eiern 593 Jungtiere geschlüpft. Damit liegt die Schlupfrate in diesem Jahr bei fast 85%, was das beste Ergebnis der bisher insgesamt 5 Durchläufe ist.

Im letzten Jahr lag die Schlupfrate nur bei 62%, was jedoch immer noch deutlich über der durchschnittlichen Rate von ca. 40% liegt, der in der freien Natur erreicht wird.

Die Schildkröteneier stammten von der Playa de Ervato auf der Kapverdeninsel Boavista und wurden von Biologen am Strand von Cofete in künstliche Nester im Sand vergraben. Am in Ihrem Ursprungsstrand hätten die Eier aufgrund der dort herrschenden Umweltbedingungen wohl sehr schlechte Überlebenschancen gehabt.

Die 593 ausgeschlüpften Schildkrötenbabies werden nun im „Schildkrötenkindergarten“ auf dem Hafengelände von Morro Jable in 20 Meerwassertanks aufgepeppelt, wie sie nach einem Jahr eine ausreichende Größe erreicht haben, die ihnen hohe Überlebenschancen im offenen Meer bietet.

Die Sterblichkeit der Schildkröten während ihres ersten Lebensjahres im „Kindergarten“ lag in den letzten Jahren bei unter 5%. In der freien Wildbahn liegt die Sterblichkeit um ein Vielfaches darüber, da sie z.B. Fressfeinden zum Opfer fallen.

Die Schlupfrate hängt vor allem von den Umweltbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit während der ca. zweimonatigen Brutphase ab. Deshalb werden diese Umweltparameter von den Wissenschaftlern der Universität von Las Palmas de Gran Canaria (ULPG) währen der Brutphase regelmäßig erfasst, um die Brutbedingungen und die Standorte für die künstlichen Nester weiter zu optimieren.

Auch die Aufzuchtstation hat dieses Jahr einige Verbesserungen erfahren. So wurde ein Solarsystem zur Beheizung der Wassertanks installiert, um den Schildkrötennachwuchs vor plötzlichen Temperaturschwankungen besser schützen zu können.

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