Wie riecht es in der Höhle eines Neanderthalers?

Geruchs_Ausstellung

Die Antwort auf diese Frage können Neugierige in der Ausstellung „Por Narices“ erschnuppern, die noch bis zum 10. Mai 2011 im Ausstellungssaal der Gemeinde in Corralejo neben der Stadthalle.

Die Ausstellung entführt den Besucher in die Welt der Düfte und der intimsten Emotionen, die wir mit Duft, Gestank oder Aromen verbinden.

Die Wanderausstellung stammt von dem Sozialwerk der Sparkasse „La Caixa“.

„Die Ausstellung bietet etwas, das es nicht im Internet oder im Fernsehen gibt“, erklärt deren Leiterin Lola Ruiz. „Auch wenn es schwierig ist, die Welt der Düfte in Worte zu fassen, empfiehlt die Ausstellungsleiterin, die kurzen Einleitungstexte zu lesen, die neben den Acrylzylindern mit den Duftproben angebracht sind, um sich über die dazugehörigen Anekdoten besser mit den Gerüchen identifizieren zu können. So mussten Untergebene, die beim Kaiser vorstellig werden wollten, zuvor Gewürznelken kauen, um einen angenehmen Atem zu haben.

Die Ausstellung versucht auch, in die Vergangenheit zurückzuführen. So kann der Besucher einem Mayadorf, in dem Schokolade gekocht wird, einen olfaktorischen Besuch abstatten oder empfinden, wie es möglicherweise in der Höhle eines Neanderthalers gerochen haben mag.

Ein anderer Abstecher in die Geschichte bringt den Besucher auf die Spur der alten Handelswege. Auf Knopfdruck werden die Wege von Weihrauch, Myrrhe, Amber und Moschus aufgezeigt, Substanzen, die bei der Parfumherstellung eine wichtige Rolle gespielt haben.

Die Ausstellung erklärt, wie die Duftessenzen durch unterschiedliche Verfahren gewonnen werden. Ein Teil der Ausstellung ist auch der biologischen Funktion des Riechens und der Evolution des Geruchssinns gewidmet.

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