Dümmer geht’s nimmer

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Dem aufmerksamen Autofahrer sind in den letzten Wochen sicher die zahlreichen neuen Hinweisschilder aufgefallen, die Fuerteventuras Straßen säumen. Die Schilder mit braunem Hintergrund und bunten Symbolen sollen die Besucher der Insel auf rund 35 Orte von kulturellem, touristischem oder historischem Interesse hinweisen.

Dabei handelt es sich zum einen um großformatige Hinweisschilder, die an den Hauptverkehrsstraßen z.B. auf besonders schöne Strände, auf Museen oder sonstige Sehenswürdigkeiten aufmerksam machen. Zum anderen sollen kleinere Wegweiser die Orientierung und das Auffinden der Sehenswürdigkeiten erleichtern, nachdem der ortsunkundige Tourist die Hauptstraße verlassen hat. So zumindest die Idee der Inselverwaltung von Fuerteventura, die für die Auswahl der Standorte für die Schilder zuständig war. Finanziert wurde das Ganze von der Tourismusabteilung der Kanarischen Regierung.

Sicher ist es keine schlechte Idee, dem Touristen zu helfen, sich besser zurechtzufinden und sicher sind Hinweisschilder dazu durchaus geeignet. Doch die Art und Weise, wie die Verantwortlichen die Idee umgesetzt haben, zeugt wieder einmal mehr von nahezu grenzenloser Unfähigkeit. Eigentlich muss ein Hinweisschild nur zwei Bedingungen erfüllen: es sollte gut sichtbar sein, und es sollte leicht erfassbare, zusätzliche Informationen bieten. Beides bieten die Schilder, die an den großen Kreiseln von Costa Calma und an der Abfahrt zur Playa de la Barca im Rahmen der großen Beschilderungskampagne aufgestellt wurden, nicht. Die drei von uns fotografierten Schilder sind schlichtweg unsichtbar, da sie genau hinter den bereits existierenden Hinweisschildern montiert wurden. Darüber hinaus steht auf den neuen Schildern genau dasselbe, wie auf den bereits existierenden. Vielleicht hatte man ja beim Aufstellen eine weitere wichtige Anforderung an eine gute Beschilderung im Sinn, nämlich die Haltbarkeit, frei nach dem Motto: doppelt hält besser!

Auch wenn so ein Schild inklusive Entwurf, Herstellung und Montage nur „ein paar hundert Euro“ kostet, und dieser Betrag für manchen Politiker nur „Peanuts“ sein dürften, muss man sich fragen, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht. Wer plant, wer realisiert und wer überprüft und billigt so einen Schwachsinn? Merkt das keiner? Interessiert das niemanden? Müsste es nicht spätestens dem Monteur auffallen, dass da was nicht stimmt? Oder demjenigen, der kontrolliert, ob die Montage richtig ausgeführt worden ist? Aber was soll man sich Umstände machen, es sind doch nur öffentliche Gelder, die außerdem von der Kanarischen Regierung kommen, und auf den Kanaren hat man doch schließlich genug davon!

Haben Sie ähnliche „Glanzleistungen“ von Politikern oder Behörden entdeckt? Schicken Sie uns Ihr Foto und ein paar Zeilen, damit wir alle darüber lachen können.

3 Kommentare

  1. Vielleicht ist der Auftrag zur Demontage der alten Schilder noch nicht vergeben. Die Auschreibungen für solche Aufträge müssen doch EU-WEIT ausgeschrieben werden…grins

  2. sie haben völlig recht : “ schilda“ im wahrsten sinne des wortes gibt es überall
    warum nicht auch auf fuerte …? nur schade, dass nichts gegen diese unfähigkeit der politiker unternommen wird ! und die nächsten wahlen liegen noch in weiter ferne …! schade nur um das schöne geld !!!

  3. Über „Glanzleistungen“ kann man nicht lachen. Diese Aufforderung entspricht nicht den entstandenen unsinnigen Kosten. Weinen wäre angebracht!
    Gruß
    fuerte325

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