Fuerteventura als Netzwerkknoten zwischen Europa, Afrika und Amerika

Schon zu Zeiten von Cristoph Columbus kam den Kanaren wegen ihrer geostrategischen Lage eine besondere Bedeutung zu. Heute hoffen die Inseln und insbesondere Fuerteventura, wieder eine wichtige Rolle, diesmal bei der Vernetzung der Welt, zu spielen. Das Kanarische Technologie-Institut hat mit dem Titel Takatona eine Studie erarbeitet, die die Verbindung der Stromnetze von Marokko und den Kanaren sowie die jeweiligen Verteilnetze untersucht.

Manuel Miranda, zuständig in der Inselverwaltung für das Ressort „Wirtschaftliche Entwicklung“, bestätigte zwar, dass noch nicht alle Dokumente der Studie vorliegen, kritisierte aber, dass offenbar die Analyse nicht parallel mit den Entwicklungen und Planungen auf Fuerteventura laufe, da z.B. die möglichen zukünftigen Anschluss-Möglichkeiten auf Fuerteventura wie z.B. in Matas Blancas oder in Antigua keine Berücksichtigung fänden.

Miranda glaubt, dass Fuerteventuras Nähe zu Afrika ein entscheidender Punkt sei, da die Kosten und die technischen Anforderungen an die Verbindung geringer seien, als von den anderen Inseln. Außerdem glaubt er, dass parallel zur Analyse der Stromversorgung auch die Anschlussmöglichkeiten via Breitbandkabel zur schnellen Datenübertragung berücksichtig werden müsste. Zurzeit geht es um 7 große internationale Datenkabel, die in der Nähe der Kanaren verlaufen oder verlaufen werden, die die Kommunikation zwischen Europa, Afrika und Amerika ermöglichen. Fuertventura könnte hierbei eine Rolle als Verbindungsknoten zwischen Land- und Seeverbindungen spielen.

Wichtigster Aspekt bei der Stromversorgung könnte die Entwicklung von Solarenergie in Marokko sein, die dann via Seekabel auch auf den Kanaren genutzt werden könnte.

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