Rostgans gibt Ornithologen Rätsel auf

Fuerteventura gilt als Heimat der wahrscheinlich größten Kolonie von Rostgänsen (Tardona ferruginea) in ganz Spanien. Die Art wurde auf der Insel zum ersten Mal im Jahr 1994 beobachtet. Warum sich die Vögel ausgerechnet die trockenste Insel des Kanarischen Archipels als Lebensraum ausgesucht haben, stellt Ornithologen vor ein Rätsel.

Anfänglich verschwanden die Vögel von Zeit zu Zeit vollständig, überwiegend in den Sommermonaten, vermutlich um sich in Feuchtgebieten in Afrika aufzuhalten, aber heute kann man die Vögel das ganze Jahr über auf Fuerteventura beobachten.

Am Anfang glaubten die Vogelkundler, dass die Tiere durch den Menschen nach Fuerteventura kamen. Mittlerweile sind sie aber sicher, dass die Rostgänse aus eigenem Antrieb nach Fuerteventura gekommen sind.
Die Rostgans ist überwiegend in Zentral- und Westasien, im Südosten Europas, im Nordwesten Afrikas und im Hochland von Äthiopien beheimatet. Viele Jahre lang nistete sie in den Feuchtgebieten Südspaniens und überwinterte in Andalusien. Heute existiert die einzige frei lebende Population Spaniens auf den Kanaren, und der größte Teil davon auf Fuerteventura.

Die Tiere bilden rund 30 bis 50 Brutpaare. Vor allem im Herbst und Winter, insbesondere nach Regenfällen, steigt die Anzahl aller Tiere auf bis zu 300 Exemplare.

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