Nur eins von drei Patrouillienbooten der Guardia Civil einsatzfähig

Eigentlich verfügen die Seeeinheiten der Guardia Civil auf Fuerteventura über insgesamt drei Patrouillenboote zur Überwachung der Küstengewässer. Allerdings müssen zurzeit zwei der drei Boote aufgrund von technischen Defekten im Hafen von Corralejo bleiben.

Um die Einsatzbereitschaft der Truppe aufrechtzuerhalten, mussten die Befehlshaber der Guardia Civil ein Schiff von Gran Canaria abziehen und zum Stützpunkt nach Fuerteventura zurückbeordern.

Die „Canal Bocaina“ ist wegen eines Motorschadens nicht einsatzbereit. Die „Cabaleiro“ ist wegen eines Schadens an ihren Strahlrudern außer Gefecht gesetzt, wegen dessen sie im Hafen von Corralejo bei einem Anlegemanöver beinahe mit der Hafenmauer kollidiert wäre und zahlreiche Boote gefährdet hat. Dasselbe Boot war bereits im Dezember 2012 wegen eines ähnlichen Defekts ins Gerede gekommen, weil es bei einem Annäherungsmanöver an ein Flüchtlingsboot aus dem Ruder lief und für den Tod von bis zu 8 Menschen verantwortlich sein soll.

Die Delegierte der Spanischen Regierung auf Fuerteventura gestand ein, dass es „Schwierigkeiten bei der Erneuerung der Flotte der Guardia Civil gebe“. „Die Krise und die Einschnitte machen auch vor der Guardia Civil nicht halt. Die Zeiten sind nicht die besten für die Erneuerung, die wir durchführen werden. Wir müssen noch etwas durchhalten. Wenn die Boote jedoch im Einsatz sind, dann nur, weil sie alle Voraussetzungen für die Seefahrt erfüllen.“

Presseberichten zufolge sollen sich Beamte der Seeeinheit der Guardia Civil über mangelnde personelle und materielle Ausstattung für die Wartung der Boote beklagt haben. „Wir haben nur einen Mechaniker für drei Schiffe. Es gab eine unbesetzte Stelle für einen weiteren Elektromechaniker, die jedoch gestrichen wurde. Wenn der Mechaniker Urlaub hat oder krank ist, gibt es niemanden, der sich um Probleme bei den Schiffen kümmern kann. Darüber hinaus haben die drei Schiffe jeweils unterschiedliche Motoren. Die Beamten fordern außerdem eine interne Revision, da sie weder über Werkzeuge noch Ersatzteile verfügten, obwohl immer wieder Anschaffungen getätigt wurden. Das wenige Material, das vorhanden ist, sei in schlechtem Zustand; der Rest sei verschwunden.

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