Mann lässt seine Hunde verhungern

Die SEPRONA, die Tier- und Umweltschutzeinheit der Guardia Civil hat im Februar 2014 einen Mann in Vallebrón auf Fuerteventura festgenommen, nachdem ein Nachbar diesen am 22.01.2014 wegen Tierquälerei angezeigt hatte. Bei ihren Ermittlungen auf der Finca des mutmaßlichen Tierschänders fand die Polizei sechs Jagdhunde der kanarischen Rasse Podenco. Zwei der Hunde waren bereits an ihren Halsbändern verhungert. Die anderen vier waren stark unterernährt und dehydriert und mussten in einer verheerenden Umgebung offenbar schon seit längerem ohne Wasser und Nahrung dahinvegetieren.

Trotz der scheinbar eindeutigen Beweise und im Hinblick auf die noch ausstehende Entscheidung des Gerichts haben die Beamten der Seprona auch die zuständige Behörde informiert, damit diese ein Bußgeldverfahren einleiten kann, für den Fall, dass für den Tierhalter für die festgestellten Misshandlungen der Hunde keine strafrechtliche Verantwortlichkeit festgestellt werden sollte.

Laut kanarischem Tierschutzgesetz dürfte der vorliegende Verstoß als „sehr gravierend“ einzustufen sein. Ihm droht folglich ein Bußgeld zwischen 1.500 und 15.000€.

Allerdings könnte dem mutmaßlichen Tierquäler eine noch weit empfindlichere Strafe blühen: das spanische Strafgesetzbuch sieht im Paragrafen 337 Abs. 3 eine Haftstrafe von 6 bis 18 Monaten vor, wenn die Misshandlung den Tod des Tieres herbeigeführt hat.

Tierschützer kritisieren allerdings, dass diese Strafandrohung nicht weit genug gehe. Bei einer Haftstrafe von weniger als zwei Jahren wird diese in Spanien gewöhnlich zur Bewährung ausgesetzt, wenn der Täter nicht bereits vorbestraft ist. Ob der Mann also bei „Wasser und Brot“ einsitzen muss, hängt möglicherweise von seiner Vorgeschichte ab. Aber „Wasser und Brot“ wäre wohl immer noch deutlich mehr, als was der Tierquäler für seine Hunde übrig hatte.

3 Kommentare

  1. Helft mit, Hunde zu retten!

    Die Situation auf den Kanaren ist seit vielen Jahren bekannt, dies ist kein Einzelfall. Die Tötungsstationen sind voll mit kleinen Welpen.

    Macht Flugpate und unterstützt den Verein Kanarenhunde, um einige Kerlchen nach Deutschland in feste Vermittlung und eine gute Zukunft zu retten.

    Liebe Grüße von einem Fuerte-Fan

  2. Der Hundebesitzer wird kein Geld haben, um die Strafe zu zahlen und wieder mal ungeschoren davon kommen.
    Man sollte also die Augen immer offen haben, um früher Anzeigen zu können. Es schauen noch immer zu viele weg.

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