Versuchte Kindesentführung oder großes Missverständnis im Supermarkt?

Eine junge Mutter war mit ihrem sechs Monate alten Baby gerade beim Einkaufen, als eine Unbekannte das Mädchen unbemerkt aus dem Kinderwagen nahm. Die fremde Frau nutzte den kurzen Moment, als die Mutter an der Kasse stand und ihre Einkäufe bezahlen wollte, um das Kind aus dem Wagen zu heben. Schnell bemerkte die Mutter den leeren Kinderwagen und sah, wie die unbekannte Frau mit ihrem Baby im Arm in Richtung Ausgang marschierte. Als die geschockte Mutter reagierte und sie zur Rede stellte, erklärte die Unbekannte wiederholt, dass es sich dabei lediglich um einen Scherz handelte, und verschwand vom Ort des Geschehens.

Die jungen Eltern entschieden sich schließlich bei der Guardia Civil Anzeige zu erstatten. Neben der Beschreibung der Mutter sollten auch Zeugenaussagen von Supermarkt-Mitarbeitern und Kunden sowie die Aufnahmen der Sicherheitskamera zur Identifizierung der Frau beitragen. Welches Motiv die Unbekannte zu ihrer Handlung bewegte, blieb unklar.

Einige Tage nach der Anzeige fand sich die Unbekannte bei der Guardia Civil ein, um klarzustellen, dass sie keinerlei bösen Absichten verfolgt habe. Zwar befindet sich die Ermittlungsakte der Polizei bereits beim zuständigen Gericht, doch selbst die Guardia Civil bestätigte, dass es offenbar keine Indizien für das Vorliegen einer Straftat gäbe. Die Frau „höheren Alters“ habe lediglich die Grenzen der Zutraulichkeit überschritten und das Kind aus dem Kinderwagen genommen, wie ältere Frauen das hin und wieder täten.

Die Frau habe zu Protokoll gegeben, dass sie sich keine zwei Meter von der Mutter entfernt habe, nachdem sie das Kind in den Arm genommen hatte.

Leider existieren von dem Vorfall keine Aufzeichnungen einer Überwachungskamera, weshalb ein objektives Hilfsmittel zu dessen endgültiger Aufklärung fehlt.

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