Gute Lichtverhältnisse auf Fuerteventura für Anbau von Ananas

Bei der ersten Sitzung der 22. Fachtagung für Landwirtschaft auf Fuerteventura, die vom Inselamt für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei in der Tomatenhalle Llano de la Higuera organisiert wurde, stellten die Forscher unter anderem die Ergebnisse der ersten Anbauversuche der Ananas vor. Die hellen Lichtverhältnisse seien ein bedeutender Faktor, der eine Kultivierung auf der Insel begünstigt. Die Beauftragte Rita Díaz bedankte sich im Zuge dessen bei den Experten des Cabildo für ihre Mithilfe bei der Veranstaltung dieser Tagung sowie der Auswahl ihrer Inhalte, die die durch gesammelte Erfahrungen und durchgeführte Studien sicherlich einige Lösungen bieten, um die Produktivität und Ertragsfähigkeit der landwirtschaftlichen Produkte auf Fuerteventura zu verbessern.

Während der Sitzung am 09.06.2015 gab es mehrere Vorträge über die Leistungsfähigkeit der traditionellen Anbausysteme der Insel, die Anwendung von Informationstechnologie in der Landwirtschaft und den Anbau von Olivenbäumen auf Teneriffa. Zuvor erklärte der Agraringenieur Juan Cabrera in seinem Vortrag „Erfahrungen mit dem Ananas-Anbau auf Fuerteventura“, dass die Ananas auf den Kanaren hauptsächlich in der Sorte „roja española“ auf El Hierro angebaut wird. Man versuche momentan jedoch mit der kommerziell bedeutsamen Sorte MD2 eine neue Ananas einzuführen, die bessere agronomische Charakteristika aufweist. Auch wenn die Temperaturen und das Niederschlagsniveau auf Fuerteventura dem Anbau von Ananasfrüchten eher im Weg stehen, sind die idealen Lichtverhältnisse der Insel für das Wachstum der Pflanze und die Entwicklung ihrer Früchte nahezu perfekt.

In einem weiteren Vortrag unter dem Titel „Pflanzenmaterial des Feigenbaumes mit möglichem kommerziellem Interesse für Fuerteventura“ wurden die Bemühungen im landwirtschaftlichen Versuchsgut von Pozo Negro vorgestellt, deren Ziel es ist, eine Feigensorte zu identifizieren, die die besten Eigenschaften für einen kommerziellen Anbau mit sich bringt. Dabei sucht man nicht nur nach der bestmöglichen Produktivität, sondern auch nach dem idealen Anbauzeitraum.

Bei einem dritten Vortrag des Biologen Juan Miguel Torres „Die Sorte Tomate Especial auf Fuerteventura“ wurden ebenfalls Versuchsreihen vorgestellt, bei denen man den Anbau dieser traditionellen Tomatensorte mit einer moderneren Testsorte verglich. Die Untersuchungen ergaben, dass die Sorte Especial weniger produktiv ist, dafür aber größere und qualitativ hochwertigere Früchte trägt. Ziel ist es, diese heimische Tomatensorte stetig weiter zu entwickeln, um sie zu verbessern und auf dem Markt zu fördern.

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