Salinen aus dem 17. Jahrhundert bei Gran Tarajal entdeckt

Der Generaldirektor für das historische und kulturelle Erbe der Kanaren, Miguel Angel Clavijo, kam bei einem Besuch in dem als „Banda de Arriba“ bekannten Gebiet am 20.10.2016 mit Vertretern der Gemeinde Tuineje sowie der Inselverwaltung zusammen und bestätigte, dass die ersten archäologischen Untersuchungen vielversprechend ausfielen und eine Finanzierung der nächsten Erkundungen in Erwägung gezogen werde.

Im März 2004 waren erstmals die oberen Teile von Lagerstätten zum Vorschein gekommen, nach fünf Wochen Grabungsarbeiten wurden nun weitere Bestandteile des alten Salzwerkes gefunden, darunter ein Einfülltank und ein Kanal für die Meerwasserzufuhr.

Der Leiter der Ausgrabungen führte aus, dass man im ersten Monat der Arbeiten eine Fläche zur Produktion von Salz gefunden habe sowie Strukturen, die mit der Erwärmung von Meerwasser zusammenhingen, bevor dieses in die Anlage geleitet wurde. Um herauszufinden, welche weiteren Elemente an welcher Stelle unter der Erde liegen, sind weitere Ausgrabungen notwendig.

Die Ergebnisse der ersten Ausgrabungsphase legen die Vermutung nahe, dass es sich beim Fund in Gran Tarajal sogar um eine der ersten Salzanlagen der Insel aus dem 17. Jahrhundert handeln könnte. Clavijo fügte hinzu, dass man wohl in den als „Fondo de Betancuria“ bekannten Amtsdokumenten, die er zuvor selbst im Museo Canario präsentiert hatte, Hinweise auf das Alter dieser Industrie finden werde. Da das Amt für das historische und kulturelle Gut der Kanaren außerdem ein Interesse an dieser archäologischen Untersuchung habe, würde man erwägen, die Finanzierung weiterer Arbeiten im Haushalt der Autonomen Region 2017 zu berücksichtigen.

Die archäologische Stätte befindet sich genau zwischen dem Marschland und dem Fußballplatz. Die Bewohner von Gran Tarajal hatten die Existenz dieser Salinen, unter anderem aufgrund mündlicher Überlieferungen, schon lange irgendwo unter der Erde vermutet. Der Politik- und Rechtswissenschaftler José María Hernandez-Rubio Cisneros verzeichnete ihre Existenz außerdem im zweiten Band seines Buches „Fuerteventura“, wo sie auf das Jahr 1681 datiert werden und von Fernando Arias de Saavedra in Auftrag gegeben worden sein sollen.

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